#38 Ein Jackman zum verlieben
Shownotes
Paula hat Hugh Jackman getroffen! Warum, das könnt ihr in dieser Folge erfahren, in der es auch darum geht, Menschen loszulassen und das Leben in vollen Zügen aufzusaugen. Viel Freude damit!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was ist denn meine dunkle Seite?
00:00:01: Und wirklich ehrlich?
00:00:03: Ich hab keine.
00:00:03: Was?
00:00:04: Du hast keine dunkle Seite?
00:00:06: Nee.
00:00:06: Na ja, aber schlechte Gedanken über andere zum Beispiel, die du mit niemanden teilst, weil sie einfach zu schäbig sind.
00:00:12: Ja, hab ich auch nicht so wirklich.
00:00:14: Na!
00:00:15: Ach so.
00:00:18: Das teile ich den Personen mittlerweile auch ganz gerne mit.
00:00:21: Da hab ich nette Nachrichten verfasst in den letzten Wochen.
00:00:25: Hey, hier sind Amira Ali und Paula Lambert.
00:00:29: Und du hörst Eist-Macho Latte.
00:00:31: Deine wöchentliche Dosis Liebe, Leben und Happiness.
00:00:35: Viel Spaß.
00:00:40: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Eist-Macho Latte, liebe Paula.
00:00:45: Was hast du denn da letzte Woche losgetreten?
00:00:49: Herzlich willkommen erst mal.
00:00:50: Ja, ich war ganz berührt, ehrlich gesagt, von den Zuschriften.
00:00:55: Wir haben noch nie so viele Zuschriften bekommen.
00:00:57: Wie letzte Woche?
00:00:58: Für alle, die es nicht gehört haben.
00:01:00: Wir haben darüber gesprochen, wie schwierig es ist, so loszulassen bei Teenagern, wenn man plötzlich anders behandelt hat, als man vorher behandelt wurde.
00:01:08: diese Gefühle, die da an einem hochkommen und so weiter.
00:01:11: Und es sind echt super süße Mails reingekommen, muss man sagen.
00:01:15: Ja,
00:01:15: auch von Jugendtherapeuten, also von Psychologinnen.
00:01:17: Also, da war ja alles dabei.
00:01:19: Also, Leute vom Fach, aber auch Leute, die es einfach selber erlebt haben oder durchlebt haben, fand ich wirklich sehr, sehr toll.
00:01:25: Vielen Dank an dieser Stelle.
00:01:26: Und das Schönste ist, dass die Gewissheit, dass es jetzt kein solitäres Erlebnis für mich ist, sondern dass es offenbar, einfach häufiger so ist, dass gerade die Jungs ... Oder ich hab auch viel gelesen, die Zweitgeborenen, dass die einfach sich viel krasser abgrenzen als die Erstgeborenen.
00:01:46: Ja.
00:01:47: Ja,
00:01:47: aber warum ist das so?
00:01:50: Na ja, ich könnte mir vorstellen, dass das auch was mit dem Verhältnis der Mütter zu den Zweitgeborenen zu tun hat, weil man dann schon irgendwie so im Game ist und weiß, wie's vielleicht gehen könnte und die Bindung vielleicht so eine natürlichere ist.
00:02:06: Oder ich weiß es, also nicht natürlich, sondern so leichter, vielleicht.
00:02:11: Ich weiß es nicht, wie es bei dir ist mit deinen Kindern.
00:02:13: Aber beim ersten hab ich auch noch alles aufgeschrieben.
00:02:15: Heute hat er zum ersten Mal gerübst, heute hat er zum ersten Mal gekackt.
00:02:19: Heute hat er zum ersten Mal aufs Knie gefallen und so weiter.
00:02:21: Beim zweiten war das so, ja, okay, lebt Geburtstag, Weihnachten, fertig.
00:02:28: Tatsächlich ist das super spannend.
00:02:30: Das finde ich nämlich auch ein ganz gutes Thema.
00:02:33: Man sagt da immer, ja, man liebt ja beide Kinder gleich oder alle Kinder eben gleich.
00:02:37: Das stimmt nicht so ganz.
00:02:39: Ich liebe beide bedingungslos, aber auf komplett unterschiedliche Arten und Weisen.
00:02:43: Die sind einfach so... Grund legt unterschiedlich, dass ich den einen gar nicht so auf die Art lieben kann wie den anderen, weil der eine braucht das ganz anders, der andere hat ganz anderen Charakter.
00:02:55: Und so wie du sagst, beim ersten bist du noch hier, alles ist krass.
00:02:58: Und beim zweiten Jahr gut, okay, jetzt hat er sich gestoßen, ja, ein bisschen Blut, ja, ist die so schlimmer, aber im ersten bisschen schon so keine Ahnung.
00:03:04: Oh mein Gott, wir müssen ins Krankenhaus.
00:03:07: Das sind so zwei unterschiedliche Themengebiete jetzt, aber ... Das ist anders.
00:03:14: Es ist einfach anders mit den Zweitgeborenen.
00:03:17: Irgendwie, keine Ahnung.
00:03:18: Wer ist dir von deinen Kindern ähnlicher, von der Persönlichkeit her?
00:03:22: Der
00:03:22: Kleine.
00:03:24: Ja, ist bei mir auch so.
00:03:25: Ist doch ulkig, oder?
00:03:27: Das würde mich mal interessieren, ob das bei anderen auch so ist.
00:03:29: Dass der Klein, also der Zweite oder die Zweite, dem eigenen Wesen ähnlicher ist, was ja eigentlich nicht sein kann, weil der Charakter ist ja auch Anlage.
00:03:39: Oder doch nicht.
00:03:40: Na, der Charakter bildet sich ja in den ersten vier Jahren eines Menschen.
00:03:44: Danach ist der Drops gelutscht, da kannste nichts mehr dran rütteln.
00:03:47: Der Charakter steht fest, er sitzt.
00:03:50: Ich weiß nicht, ob es vier waren oder sieben Jahre, aber ich glaube, sehr, sehr früh ist das dann, ist das eingetütet.
00:03:55: Der Charakter steht fest und der Charakter bildet sich anhand unserer Umfeldes und unserer Erziehung.
00:04:02: Wir sagen ja alles auf, wie schwämme, wir imitieren ja erst mal und glauben, dass wir eins mit der Mutter sind.
00:04:08: Kleiner Teil ist Veranlagung.
00:04:11: Da bin ich auch fest von Überzeug, weil es gibt so viele Dinge, die könntest du dir sonst gar nicht erklären.
00:04:15: Leute, die dann adoptiert wurden oder nach der Geburt direkt weggegeben sind, aber trotzdem von Wesen her?
00:04:20: total den Eltern, der Mutter oder Vater ähnlich.
00:04:22: Also ich glaube schon, das ist ein geringer Anteil dann in der DNA.
00:04:25: festgelegt ist.
00:04:27: Aber wie würdest du denn das beschreiben?
00:04:29: Woran merkst du, dass der kleine so ist wie du?
00:04:32: Ja, während du erzählt hast, habe ich überlegt, ob das bei allen in meinem Bekannten- und Freundeskreis so ist.
00:04:38: Also der zweite ist sehr emotional.
00:04:42: Der ist genauso bockig wie ich gewesen bin als Kind.
00:04:45: Er hat teilweise sogar dieselben Gesten, als er kleiner war, nicht mehr so.
00:04:50: Er ist sehr ... Also ich kann das gar nicht beschreiben, aber wir ... Also es ist, als würde ich so ein bisschen ins Spiegel gucken.
00:04:58: Und genau, der erste ist sehr viel im Kopf, logischerweise.
00:05:03: So Weise, vielleicht durch den Autismus auch.
00:05:07: Viel Bedacht da, nicht so super emotional, logischerweise auch hier.
00:05:11: Aber einfach auch viel vernünftiger.
00:05:13: Der zweite ist der reine Impuls.
00:05:16: So wie ich halt auch war.
00:05:18: Und ich bin aber ja Einzelkind oder beziehungsweise erst geboren.
00:05:22: Ich habe Halbgeschwister, aber mit denen bin ich nicht aufgewachsen.
00:05:24: Es gibt so einen ganz klaren, so eine Persönlichkeitsstruktur, die kommt aus meiner mütterlichen Familie.
00:05:30: Und die haben mein jüngerer Sohn und ich hab die auch.
00:05:33: Spannend.
00:05:34: Klingt aber ähnlich wie bei mir.
00:05:35: Eigentlich so komisch, vielleicht entfernt verwandt.
00:05:40: Ja.
00:05:40: Der
00:05:41: kleine ist auf jeden Fall, der kleine ist bei uns nämlich der ... Er ist ja einfach everybody's darling.
00:05:45: Der hat einen Grinzen, wirklich bis über beide Ohren, er wacht morgens auf und er grinst.
00:05:48: Er ist immer gut gelaunt, also ganz selten schlecht gelaunt.
00:05:52: Er bringt alle zum Lachen.
00:05:55: Er hat catcht jeden irgendwie mit seinem Blick, mit seinen Wesen, weil er so fröhlich und unbedacht ist.
00:06:02: Andererseits ist er super geschickt, also er beobachtet und kann das sofort umsetzen.
00:06:06: Der hat ja schon ganz früh so aus diesen Ü-Eiern die Sachen da zusammen gebaut mit zwei, drei Jahren und ich durfte nicht helfen, ne?
00:06:13: Wollte ich sowieso nicht, aber er sitzt so lange, bis er es kann.
00:06:16: Das ist wirklich so geil, ich liebe das, so bin ich auch.
00:06:19: Und er ist super charming halt einfach so, keine Ahnung, und extrovertiert.
00:06:24: Der Große ist ein bisschen introvertierter und stiller.
00:06:28: Der ist total still.
00:06:29: Der mag das auch an seinem Zimmer zu spielen und zu bauen.
00:06:32: Und wenn der tagsüber was gesehen hat, wenn der jetzt keine Ahnung im Europa-Pak war, dann fährt er nach Hause.
00:06:37: Dann kannst du dich drauf verlassen, baut der.
00:06:40: Europa Park abends nach in seinem Zimmer.
00:06:42: Oder wenn wir mit der Gondel irgendwo dann baut er das abends alles, was er am Tag übergesehen erlebt hat, baut er abends in seinem Zimmer wieder auf.
00:06:49: Das ist so geil.
00:06:50: Das lieb ich auch so an dem.
00:06:51: Aber eben anders.
00:06:52: Der ist halt ganz anders.
00:06:53: Ich hab mal gelesen, dass sich die Kinder immer ... im Grunde die Nische suchen, die noch frei ist.
00:06:59: Also der Erstgeborene besetzt natürlich diese eine Nische, auch die ganze Vorsicht, die den Eltern oder vor allem die Mütter dann haben beim Erstgeborenen.
00:07:08: Und der Zweite hat dann eher Raum für was, was halt frei ist, das Wilde, das Laute, das Lustige.
00:07:14: Beziehungsweise ist es auch, wenn er gleich wäre wie der erste, würde er vielleicht auch nicht genug auffallen.
00:07:19: Also so eine Überlebensstrategie, die ... sich dann im Charakter zeigt.
00:07:23: Aber es ist ja echt so, dass häufig in Familien die Erstgeborenen alle so ein bisschen ähnlich sind.
00:07:30: Und die Zweitgeborenen auch.
00:07:31: Beziehungsweise dann die Sandwich-Kinder oder die Union, finde ich schon spannend.
00:07:36: Mein Bruder und mir auch so.
00:07:38: Mein Bruder ist immer der ruhige, introvertiertere gewesen, brav und keine Ahnung was.
00:07:43: Und ich bin die, ich lauf durch die Welt, ich weiß ja, das wird schon und alles wird gut.
00:07:48: No risk, no fun.
00:07:49: Pam, pam, pam.
00:07:49: Vollgas, so.
00:07:50: Das bin ich.
00:07:51: Und das ist wie bei meinen Kindern.
00:07:52: Das ist echt lustig.
00:07:54: Aber du wolltest grad mal anfangen, Sachen vorzulesen, oder?
00:07:57: Weil das sind ganz tolle Zuschriften.
00:07:58: Ja, die Mails sind teilweise echt super, super lang.
00:08:02: Aber ich lese mal zwei vor.
00:08:04: Ich hab grad durchgeguckt.
00:08:05: Pass auf.
00:08:05: Also, das ist jetzt an mich adressiert, aber gilt natürlich für uns beide.
00:08:09: Aber ich glaub, sie wollte mir so ... Zusprechen,
00:08:12: liebe
00:08:12: Paula, ich möchte dich auf meine persönliche Reise mitnehmen.
00:08:15: Teenager zu erziehen, kann sich manchmal anfühlen wie eine Abenteuer auf einem anderen Planeten, Chaos, Drama, Streit und trotzdem voller Liebe.
00:08:23: Ich erzähle dir, wie ich diesen Wildnerin überlebt habe und heute als Oma ganz neue Perspektiven habe.
00:08:28: Gott, Oma, das möchte ich noch nicht sein, bitte, bitte.
00:08:32: Bei mir fiel die Trennung von meinem Ex-Mann genau in die Zeit, als meine Tochter fünfzehn und mein Sohn dreizehn Jahre waren.
00:08:37: Und ja, das war richtig hart.
00:08:39: Besonders weil meine Großeltern, weil die Großeltern meines Ex-Mannes, starke auf die Kinder eingewirkt haben.
00:08:45: Ich hatte quasi drei Erwachsene gegen mich, meinen Ex-Mann und seine Eltern.
00:08:49: Ach so, also sind die Großeltern der Kinder nicht.
00:08:51: seine Großeltern, die die Kinder bestärken.
00:08:53: Mein Sohn lebte zunächst bei mir, meine Tochter beim Vater.
00:08:56: Nach ein paar Monaten zog auch mein Sohn zum Vater unterstützt von den Großeltern.
00:09:00: Sie gaben den Kindern bedingungslose Liebe, während ich klare Regeln hatte.
00:09:04: Und ja, und das ist ja auch gut so.
00:09:06: Regeln braucht es einfach in der Kindheit, in der Jugend, damit Kinder die Bausteine fürs Leben bekommen.
00:09:11: Mit meiner Tochter war es besonders schwer.
00:09:14: Wir haben uns oft gestritten.
00:09:15: Je mehr ich versucht habe, zu wissen, was sie macht, sie zu kontrollieren, desto mehr zog sie sich zurück.
00:09:20: Sie hat mich ausgeschlossen, gelogen und ich habe erst später verstanden, sie suchte einen Verhalt und Ersatz in Freundschaften, in Liebesbeziehungen, in Schule oder Ausbildung.
00:09:29: Am Ende dieses Trennungsjahres blieben beide Kinder beim Vater.
00:09:32: Ich musste mein Leben als Singlefrau Neuordnen ohne Kinder um mich.
00:09:36: Ich habe sie zwar regelmäßig am Wochenenden gesehen, aber das war nicht mehr dasselbe.
00:09:40: Es fühlte sich an, als hätte ich sie verloren, als hätte ich den Kampf verloren.
00:09:44: Es war schwer, aber man lernt damit umzugehen und genau das hat mich zu einem stärkeren Menschen gemacht.
00:09:50: Rückblickend sagen meine Kinder heute, dass sie lieber bei mir geblieben wären, aber die Zeit kann man nicht zurückdrehen.
00:09:56: Man muss nach vorne schauen und das Beste daraus machen.
00:09:59: Genau das versuchen wir jetzt.
00:10:00: Mein Sohn, meine Tochter und ich.
00:10:02: Jeden Tag eine neue Chance, jeden Tag das Beste daraus zu machen.
00:10:05: Was mir besonders wichtig ist und was ich dir mitgeben möchte, klare Regeln, Strukturen und Grenzen sind genauso wichtig wie Liebe.
00:10:12: Bedingungslose Liebe allein.
00:10:14: Ohne Grenzen gibt Kindern nichts für die Zukunft mit.
00:10:17: Das hat mir gezeigt, dass ich alles richtig gemacht habe, auch wenn es schwer war.
00:10:20: Also mein Tipp, gib deinen Kindern Raum, respektiere ihre Freiheit, zeige aber gleichzeitig, dass du da bist.
00:10:27: Kontrolle führt nur zu Distanz.
00:10:28: Sei geduldig, bleib konsequent, biete emotionale Unterstützung und vergiss nicht, am Ende zahlt sich das alles aus.
00:10:35: Alles Gute für deinen Weg.
00:10:37: Bleib stark, liebevoll und geduldig.
00:10:39: PS, ein halbes Jahr nach dem Weggang meiner Kinder traf ich die Liebe meines Lebens.
00:10:44: Wir sind dankbar, einander zu haben und genießen zugleich die Zeit mit unseren Kindern und Enkeln.
00:10:49: Gleichzeitig ist es uns wichtig, unser eigenes Leben zu leben und das Bewusst zu genießen.
00:10:54: Denn ich bleibe weiterhin Vorbild für meine Kinder und Enkeln.
00:10:57: Die coole Oma und Mama.
00:10:59: Andersrum.
00:11:00: Füll dich um Abend und fest gedrückt vor mir.
00:11:02: Liebe Grüße aus der Schweiz, Daniela.
00:11:04: Danke, liebe Daniela.
00:11:05: Danke, liebe Daniela.
00:11:07: So ist es.
00:11:08: Nichts hinzuzufügen.
00:11:09: Nee, ihr steht für sich selbst.
00:11:11: Das Ding ist halt, wenn man mittendrin steckt, ist es halt so ein krasses Gefühl.
00:11:17: Und vor allem, wenn man so eine enge Bindung hat, tut die Trennung natürlich zehn mal weh.
00:11:21: Ja, das stimmt.
00:11:22: Das ist einfach
00:11:23: so.
00:11:23: Das ist mir gar nicht vorständig.
00:11:24: Auch wenn meine Kinder sagen, sie wollen bei Papa leben oder so.
00:11:27: Wie bricht das jetzt schon, wenn die fragen, wo wollt ihr heute schlagen und sagen, bei Papa?
00:11:31: Und dann sag ich, was?
00:11:33: Und dann guckt mein großer mich an und sieht, dass mich das traurig macht und sagt, na, ich bleib bei dir, Mama.
00:11:39: Ich weiß aber, warum die dort so gerne sind.
00:11:41: Wir dürfen natürlich die ganze Nacht Fernsehe gucken.
00:11:43: Auch wenn Schule ist?
00:11:44: Ja.
00:11:45: Da gibt's morgens zum Frühstück Schokolade und Chips und man darf abends gucken.
00:11:52: Und bei mir gibt's das halt nicht.
00:11:54: Natürlich finden Kinder das geil und sind das, also das weiß ich schon, woher das kommt.
00:11:58: Und natürlich, lieben sie dem Papa das ja
00:12:00: auch ganz klar.
00:12:01: Also von daher, sei ihnen gekündigt, soll jeder so seine Sachen handhaben, wie er das für richtig hält, dann fusch ich nicht mit rein.
00:12:09: Ich hätte sonst noch die vorgelesen, die letzte.
00:12:13: Ja,
00:12:13: let's go.
00:12:14: Auch, liebe Paula, aber gut, sie meint natürlich nicht mit.
00:12:32: Ja, das stimmt wohl.
00:12:36: Trotzdem darfst du ihn gleichzeitig in die Verantwortung nehmen.
00:12:39: Ich denke, dein Kind kann beispielsweise eigenständig einkaufen.
00:12:42: Traue ihm Verantwortung zu.
00:12:44: Umgang mit Geld, Versorgung.
00:12:46: Führe einen Tag ein, an dem ihr euer gemeinsames Wohnen besprecht.
00:12:50: Zahl ihm sein Kindergeld aus und lege ein Budget fest, mit dem er sich monatlich beteiligen muss.
00:12:55: Nimm ihn ernst in seiner Rolle als Erwachsener.
00:12:57: Dieser Hass, den du spürst, ist eigentlich für den nicht vorhandenen Vater reserviert.
00:13:02: Das weiß dein Sohn vermutlich noch nicht.
00:13:04: Und ganz wichtig, setz dich mit ihm allein an einen Tisch, spazieren wär besser.
00:13:09: Und sag ihm das Positivste, was dir einfällt.
00:13:13: Wertschätze ihn.
00:13:14: wie du es bei deinem besten Freund tun würdest.
00:13:16: Sei klar, fair und tolerant und sei da, auch wenn er dich nicht will.
00:13:20: Hier sagen Taten mehr als Worte.
00:13:29: Aber ich kann es mal versuchen.
00:13:31: Das Thema Schule, was zu aushalten müssen.
00:13:33: Vielen jungen Menschen hilft ein soziales Jahr oder Ähnliches, um ihre Bedürfnis und Selbstwirksamkeit zu spüren.
00:13:38: Ich kenne einige, die anschließend hoch motiviert waren, in ihre eigene Bildung zu investieren.
00:13:44: Es ist nicht leicht, neben einer so tollen Frau wie dir erwachsen zu werden.
00:13:48: Wir wollen alle gesehen und gehalten werden.
00:13:50: Entschuldige meine Rechtsschreibung.
00:13:51: Viele Grüße aus Berlin, Michaela.
00:13:53: Danke, liebe Michaela.
00:13:54: Dass wir dem spazieren gehen, sag ich ja im Podcast auch immer.
00:13:57: Es ist ganz interessant.
00:13:59: bei Erwachsenen, also zwischen Erwachsenen, dass die Leute viel besser reden, wenn sie sich dabei bewegen.
00:14:04: Genau.
00:14:05: Das habe ich auch schon öfter gelesen und gehört.
00:14:06: Das sollte man auch, wenn man, wenn man zum Beispiel eine Streit der Diskussion mit dem Partner oder so hat, dann am besten laufen daneben, also halt gehen.
00:14:13: Ja.
00:14:13: Für den man sich auch nicht so konfrontiert, wenn man sich ins Gesicht guckt am Tisch oder so.
00:14:18: Ja.
00:14:19: Na ja, schön.
00:14:20: Wir drücken dir auf jeden Fall alle die Daumen, liebe Paula.
00:14:23: Du hast jetzt echt Rückenwind von ganz vielen Leuten.
00:14:26: Wir werden das beobachten.
00:14:26: Ja,
00:14:27: vielen Dank dafür.
00:14:28: Ja, ich berichte.
00:14:29: Ich kann ja nicht mehr so lange dauern.
00:14:31: Ja, vielleicht oder so.
00:14:33: Hoffe ich jetzt mal.
00:14:34: Ja, müsste.
00:14:36: Aber
00:14:36: war denn seine Woche sonst gut?
00:14:38: Oder sagst du, hatte ich jetzt alles irgendwie ... hast du dich komplett zurückgezogen und gar nix gemacht?
00:14:44: Nee, superliebt, dass du fragst.
00:14:45: Ich hatte so eine abgefahrene Woche.
00:14:47: Das muss ich ganz kurz erzählen.
00:14:49: Ja,
00:14:49: bitte.
00:14:49: Weil ich bin in so einer Kinobubble gelandet.
00:14:55: Und bekomme da plötzlich ganz viele Einladungen.
00:14:57: Meine Woche war eigentlich so.
00:14:59: Letzten Freitag wurde ich eingeladen, also buchstäblich eingeladen in einen Bus, auf dem klebte ein großer Wicked-Zwei-Aufkleber und dann sind wir mit einer Wicked-Sing-Gruppe, mit Nico Stank und Stryphy und so, also ein paar wirklich Bambi Mercury-Sing-Affinen-Menschen.
00:15:17: nach... haben wir hochgefahren, haben dann am Samstag Wicked I geguckt in der Single-Long-Version, dann Wicked II.
00:15:24: Ist ein super schöner Film, sehr politisch, tagesaktuell, wie mir dann auch viel.
00:15:29: Und dann Sonntag wieder zurück, dann war ich Montag, lag ich kurz flach, dann bin ich Dienstag zur Premiere von Stranger Things Season Five gegangen.
00:15:38: Und wo die so eine Stranger Things-Erlebniswelt aufgebaut haben, dann konnte man mit dem Fahrrad durch so ein Parkour fahren und überall waren demo gold.
00:15:46: Gönn, wie ist eine Pluraldemo Gorgonz, die vier Jungs-Darsteller waren da.
00:15:51: Dann bin ich gestern zur Premiere gewesen von Song Sang Blue, einem ... Auch ganz wunderschönen Film, also viel Go-Hold diese Woche, mit Hugh Jackman und Kate Hudson.
00:16:02: Und aus irgendeinem Grund, den ich nicht verstanden habe, wurde mir gesagt, ich soll ein Foto machen mit Hugh Jackson.
00:16:08: Und das war so, die haben Red Carpet ... Jackman, genau, Hugh Jackman, also Wolverine, der Typ.
00:16:13: Und die haben Red Carpet gemacht, wir wurden von hinten, also Riccardo Simonetti und ich, wurden reingeschleust und auf den roten Teppich geschubst.
00:16:20: Und dann stand ich plötzlich zwischen ... den beiden, also Kate Hudson, links und Hugh Jackman rechts und hab mich vorgestellt, weil für die muss es auch super weird sein, wenn da irgendeine Tüte daneben steht, jedenfalls hab ich kurz gesagt, wer ich bin und was ich mache, dann hat Hugh Jackman mich gefragt, was mein bester Beziehungstipp ist, auch schön, so spontan in der Aufregung, hab ich gesagt, stay true to yourself.
00:16:45: Was auch gut zum Film passt, übrigens fühl mir dann nach hinein auf.
00:16:48: Und dann wurde ich wieder weggeschubst.
00:16:50: Und es gibt ein Foto, der gucke ich, weil ich hatte mir so ein doofes Outfit ausgesucht.
00:16:55: Also, es war eigentlich gut gedacht von mir, glaube ich.
00:16:58: Aber mir fehlte der zweite schwarze Handschuhe.
00:17:00: Ich wollte so lange schwarze Handschuhe anziehen und dann hätte ich auch die passende Tasche gehabt.
00:17:04: Ich hatte dann nur eine weinrote Tasche, musste weinrote Handschuhe anziehen zum schwarzen Kleid.
00:17:09: Komplizierte Geschichte.
00:17:10: Jedenfalls konnte ich diese Tasche nicht loslassen und stehe darum in der Mitte dieses Bildes.
00:17:14: Ich halte meine Tasche fest und Kate hat sie und Hugh Jackman lachen mich von der Seite an.
00:17:19: Es hätte ich gerade das witzigste der Welt gesagt.
00:17:22: Dabei wollte ich einfach nur im Boden versinken, weil ich dachte, das ist so.
00:17:25: Peinlich, dass ich jetzt hier stehe.
00:17:27: Die haben keine Ahnung, wer ich bin und warum ich da stehe.
00:17:30: Und sind so superfreundlich und professionell.
00:17:33: Ja, Hollywood.
00:17:34: Ja, das war meine Woche, genau.
00:17:36: Ask
00:17:37: you, Jackman.
00:17:38: Wahnsinn.
00:17:39: Ja.
00:17:39: Und
00:17:39: die sind natürlich
00:17:40: auch.
00:17:41: Ja, das sind, die sind alle super nett.
00:17:43: Das ist so typisch Hollywood.
00:17:46: Schauspieler, die sind die meisten, glaube ich, auch so richtig on-point.
00:17:49: Die wissen genau, die sind zu jeden freundlich, die wissen genau jedes Wort sitzt, jeder Blick sind höflich.
00:17:55: Das siehst du so ganz oft, kannst du das beobachten.
00:17:58: Es hätten die alle die selber ausbelogen
00:18:00: gemacht, ne?
00:18:00: Haben sie wahrscheinlich auch, weil du merkst auch dann, der Blick geht sofort weg.
00:18:04: Also du bist dann wie unsichtbar, soweit
00:18:06: die Szene
00:18:06: vorbei ist, ne?
00:18:07: Genau.
00:18:08: Auswendig gelernt.
00:18:09: Ich war mal in LA und da sind aber irgendwie alle so, auch in dem Restaurant, ich sag, how you doing?
00:18:14: Und wenn du wirklich darauf antwortest, wie es dir geht, hören die dich schon gar nicht mehr zu.
00:18:18: Niemand erwartet ja eigentlich deine Antwort draus, sondern es ist halt einfach eine Floskel.
00:18:22: Und die müssen natürlich auch auf alles achten, weil alles viral gehen kann, ne?
00:18:25: Da wird sie kommt.
00:18:26: Einmal ein Schieferblick, einmal irgendwie eine unfreundliche Antwort und zack ist dein Ruf im Eimer.
00:18:32: Ich finde, das ist ein krasses Leben.
00:18:34: Wenn du so kontrolliert durch die Gegend laufen musst, das muss echt schwierig sein.
00:18:38: Die sind dann mit den Presseleuten in eine, also ja, es ist eigentlich eine Kneipe um die Ecke gegangen, wo zufällig eine Liveband gespielt hat, sind auf die Bühne und haben Sweet Caroline performt, die zwei haben ein Video davon.
00:18:52: Naja, wenn, also ich hab mir jetzt angewöhnt vor ein paar Jahren, zumindest wenn es Bekannte sind, ehrlich zu antworten auf die Frage.
00:19:01: wie es dir geht.
00:19:02: Das verwirrt die Leute ja total.
00:19:05: Aber ich finde, es fällt mir auch im Englischen schwer, das zu fragen und dann so stehen zu lassen.
00:19:12: How do you do?
00:19:14: Wie
00:19:15: willst du darauf antworten?
00:19:16: Ja,
00:19:17: weil sonst kann man es auch lassen, finde ich.
00:19:20: Ja, absolut.
00:19:23: Weil du gerade was gesagt hast, dass das anstrengend sein muss, dann immer so bedacht irgendwie, zu agieren.
00:19:30: Ich höre wieder aktuell ganz, ganz viel Psychologie, Podcasts und so Menteldinge.
00:19:37: Und da sagt dieser, der Robert Green, kennst du den?
00:19:40: Habe ich auch jetzt ein Buch nochmal von dem gekauft.
00:19:42: Der hat das so interessant, das hat meine Sicht auch wieder total verändert bzw.
00:19:46: hat mich dafür so, hat so ein Bewusstsein dafür geschaffen.
00:19:49: Er meinte, niemand auf der Welt, kein Mensch ist wirklich hundertprozent authentisch mit anderen Leuten.
00:19:56: Du bist nie.
00:19:57: Einfach nur du selbst.
00:19:59: Wir tragen alle irgendwo eine Maske, so dieser klassische Spruch hier halt, Maske fallen oder so.
00:20:05: Jeder trägt eine Maske hier, eine für das Soziale.
00:20:08: Ich meine, weil niemand sagt ja genau das, was er denkt.
00:20:10: Und in dem Moment, wenn du ja nicht sagst, was du denkst, trägst du ja schon eine Maske oder du ein Filter.
00:20:15: Und du bist ja nicht du selbst.
00:20:16: Weil wenn wir nur wir selbst wären und sagen würden, was wir denken, dann hätten wir alle deine Freunde wahrscheinlich.
00:20:23: oder kein Job oder keine Ahnung was.
00:20:25: Solche Leute sind ja auch total unangenehm, wenn die immer, also weil, du wirst ja irgendwie so einen guten Viper und man ist es alles schrecklich genug so, was in den Kopf abgeht.
00:20:35: Aber interessante Fragestellungen, weil, also es gibt Menschen in meinem Umfeld, die sind so total urteilsfrei, ja?
00:20:42: Dann wirst du nie irgendwie ein böses Wort oder die kritisieren dich aber auch nicht, ja, geben dir aber auch nicht, also Feedback wirklich, nur wenn du explizit danach fragst, was ihr haben.
00:20:52: eigentlich auch okay ist.
00:20:53: Aber ich wünsche mir schon, oder mir fällt es leichter, wenn ich mich mit den Leuten so ein bisschen reiben kann.
00:20:59: Also wenn die mich auch mal ärgern oder einfach, wo ich das Gefühl habe, die sind eben näher an der eigenen Authentizität dran und die sind weiter entfernt von so einer Person, die sie sich gebaut haben, die so Liebe spendet, weißt du?
00:21:13: Ja.
00:21:13: Schwierig, ja.
00:21:14: Ich weiß, dass manche sind... sind tragen jetzt einmal einen leichteren filter als andere.
00:21:20: manche versuchen so halbwegs authentisch zu sein und quasi das ist ja auch irgendwo eine taktik dass du jemanden quasi wenn du mal ein paar sachen sagst die unbequem sind vielleicht die auch nur deshalb sagst damit dein ging über denkt hey krass das ist ein ehrlicher mensch oder ist voll transparent zu mir.
00:21:36: aber selbst da sind es ja nie hundert prozent alle dinge die dir im kopf schwirren.
00:21:40: das ist auch gar nicht möglich, glaube ich, das will ja auch gar keiner hören.
00:21:43: Ich finde diese Erkenntnis super spannend.
00:21:46: Es ist ja wirklich so, man sagt ja auch, finden einen Partner mit dem du zu hundert Prozent du selbst sein kannst, selbst da, du wirst es nie haben, du wirst es nie zu hundert Prozent, du kannst vielleicht achtzig, neunzig Prozent haben, aber die hundert Prozent wirst du nie haben, weil wir haben alle komische Gedanken manchmal,
00:21:59: die wir nicht sprechen können.
00:22:01: Es gibt ja einen, finde ich, einen ganz, ganz großen Unterschied zwischen Männern und Frauen.
00:22:06: Und das ist, hat jetzt so ein bisschen was mit... Pupsen zu tun.
00:22:10: Männer haben da einen recht, sagen wir, naturbelassenes Verhältnis zu häufig.
00:22:15: Wieso Pferde, die einfach denken, na gut, was da ist, muss raus.
00:22:19: Und Frauen sind einfach, ja, gesellschaftsfähigere Leute manchmal da in der Sache.
00:22:26: Aber ich glaube, dass viele Männer oder Menschen da draußen glauben, dass Frauen weniger pupen.
00:22:30: Wir pupen aber heimlich.
00:22:32: Aber das sind so Sachen, die würde ich jetzt auch nicht in der Öffentlichkeit machen.
00:22:35: Pupen?
00:22:36: So wie Männer einfach so... Furtzen, wenn Furtz quer sitzt.
00:22:39: Ich würde dann auf die Toilette gehen oder irgendwo heimlich.
00:22:42: Ich will jetzt kein Partner haben, denn der Öffentlichkeit einfach losfurtzt.
00:22:45: Nee, nicht in der Öffentlichkeit, aber so zu Hause.
00:22:48: Ich will ja einerseits, dass man sich wohlfühlt mit mir, wenn so meine Freundinnen super, also die sind bei mir auch total, sie selbst, die eine sagt, ey, ich war gerade zu hart am Klo und keine Ahnung.
00:23:00: Die fühlt sich total wohl bei mir.
00:23:02: Ich kann das nicht, meiner Welt gibt es das nicht.
00:23:06: Es gibt's nicht.
00:23:06: Ihr könnt alle machen, was ihr wollt, aber...
00:23:09: Nein!
00:23:10: Nein!
00:23:10: Ich nicht!
00:23:12: Du musst nicht aufs Klo gehen dementsprechend.
00:23:13: Nein.
00:23:14: Nee.
00:23:15: Nein.
00:23:15: Okay.
00:23:15: Ich pupse auch nicht.
00:23:16: Pupsst du vor deinem Partner?
00:23:18: Nein, um Gottes Willen.
00:23:19: Nee.
00:23:20: Also eben, das meine ich ja.
00:23:22: Aber eher von mir schon.
00:23:23: Ja, Männer sind da anders.
00:23:24: Ja, stimmt, ja.
00:23:25: Wir Frauen müssen ja clean sein, wir dürfen nicht.
00:23:28: Wir haben keine Haare mittlerweile mehr, wir dürfen nicht.
00:23:30: Keine Ahnung.
00:23:31: Das ist ja wirklich, du wirst ja schon irgendwie ha, wird es sich lustig gemacht, wenn du irgendwie ein Bart hast oder keine Ahnung.
00:23:36: Wir müssen ja wirklich perfekt sein.
00:23:37: Wir müssen geleckt sein, wir dürfen nicht stinken, wir dürfen nicht pupsen, wir dürfen nicht groß auf Toilette gehen.
00:23:41: Offiziell haben wir auch unsere Periode nicht.
00:23:43: Und keine Ahnung, was sind die Männer, furzen, rübsen, keine Ahnung.
00:23:47: Ja, sind die anderen Taller da manchmal.
00:23:49: Einerseits hast du natürlich recht, das ist so das gesellschaftliche Bild, was wir irgendwie verkörpern müssen.
00:23:53: Aber ich finde gleichzeitig aber auch, ich möchte diesen schmutzigen Teil des Menschseins für mich behalten.
00:24:02: Das ist mein Geheimnis, wie schmutzig es
00:24:05: ist.
00:24:05: So bist du ja auch nie hundert Prozent du selbst
00:24:07: oder autotisch.
00:24:09: Aber
00:24:09: weißt du, war es aber trotzdem auf lange Sicht, weil du ... Du wirst quasi auf kurzen Wege nie wirklich jemanden zu hundert Prozent kennenlernen.
00:24:16: Das machst du ja tatsächlich über... eine längere Dauer kannst du das eventuell selbst da schwierig, weil wie du sagst, es fängt ja bei Kleinigkeiten an, ich pupse nicht von meinem Partner, ich gehe jetzt weg so, da kannst du zehn Jahre mit dem zusammen sein, dann bist du ja immer noch quasi nicht hundert Prozent komplett offen und ehrlich und transparent.
00:24:34: Aber was halt wirklich nie lügt und das ist genau das, was ich immer wieder sehe und erfahre am eigenen Leib, wenn das Verhalten den Wort nicht matcht, dann hast du ja eigentlich schon deine Antwort.
00:24:45: Weil sagen, können die Leute ja alles, was sie wollen, alles, was gut klingt, alles, was du hören willst.
00:24:50: Aber am Ende lügt halt das Verhalten nicht.
00:24:52: Und da zeigt sich ja so ein bisschen schon, da kannst du so ein bisschen die Maske, die versucht wird, aufrecht zu erhalten.
00:24:58: Also da kannst du sie ja schon mal ein bisschen demaskieren.
00:25:00: Weil Verhalten kannst du halt lange Zeit nicht verstecken.
00:25:03: Das macht sich
00:25:04: in
00:25:04: Kleinigkeiten ja schon ganz schnell bemerkbar, wie jemand tickt oder wie jemand wirklich ehrlich denkt und fühlt.
00:25:10: Na ja, klar.
00:25:11: Du guckst doch auch gerne True Crime, ne?
00:25:13: Da gibt es doch auch immer so Partnerinnen meistens, die sagen, das kann ich mir gar nicht vorstellen.
00:25:19: Wir waren dreißig Jahre verheiratet, ich habe nichts mitbekommen.
00:25:22: Also was ich auch immer schräg finde, ich halte es aber schon für vorstellbar, weil viele Leute ja einfach auch so nebeneinander herleben, keine Ahnung voneinander haben.
00:25:30: Aber du weißt halt nie, was in jemandem ist.
00:25:34: Keine Ahnung.
00:25:35: kann alles wirklich drin sein.
00:25:37: Das ist ja so dieses, was ich ja bei Marlene Lufen mit dem Podcast damit gemeint habe, als ich gesagt habe, ich habe immer Angst vor dieser großen Desillusion.
00:25:46: Also immer diesen Moment, von dem du ja links und rechts immer mitbekommst.
00:25:49: So wie du sagst an Ehepaar, zwanzig, dreißig Jahre zusammen auf einmal.
00:25:53: Der ist keine Ahnung, was bisexuell geht mir fremd, betrügt mich mit einem Mann, was auch immer.
00:25:57: Also irgendwelche Sachen, mit denen du halt nur gerechnet hast.
00:26:00: Und du dachtest einfach, du kennst diesen Menschen, weil eben alle eine Maske tragen.
00:26:05: Und ich hab da irgendwie so gar keinen Bock auf diese, ich kann nie zu hundert Prozent voll vertrauen irgendwie.
00:26:11: Ich kann's nicht.
00:26:12: Ich krieg's nicht hin.
00:26:13: Weil ich weiß, dass jeder irgendwie eine Seite hat oder irgendeine dunkle Seite, die er nicht zum Vorschein bringen.
00:26:18: Und dann denk ich mir wiederum, was ist denn meine dunkle Seite?
00:26:21: Und wirklich ehrlich, ich hab keine.
00:26:23: Also gibt's das vielleicht ja doch.
00:26:24: Du hast keine dunkle Seite?
00:26:26: Nee.
00:26:27: Also ich mach jetzt nichts.
00:26:28: Wenn ich alleine bin, denke ich mir nicht so, jetzt kann ich endlich das machen, was ich den ganzen Tag nicht machen konnte.
00:26:33: So, ich bin halt einfach gern alleine und chill am Sofa und guck Fernsehen oder Futter.
00:26:38: Aber ich mach hier nichts, was jetzt Anomal ist
00:26:41: oder so.
00:26:41: Na ja, aber schlechte Gedanken über andere zum Beispiel, die du mit niemanden teilst, weil sie einfach zu schäbig sind.
00:26:47: Ja, hab
00:26:48: ich auch nicht so wirklich.
00:26:49: Na, häh?
00:26:50: Achso.
00:26:53: Ja, wohl, das teile ich den Personen mittlerweile auch ganz gerne mit.
00:26:58: Da hab ich nette Nachrichten verfasst in den letzten Wochen.
00:27:02: Da hab ich jetzt auch was irgendwo gehört, irgendwo aufgeschnappt in so einem Podcast.
00:27:07: Es hat aber auch, glaub ich, ein berühmter Philosoph gesagt, oder war das Albert Einstein?
00:27:10: Ich weiß gar nicht.
00:27:11: Hass ist im Prinzip das Gift, mit dem du deinen eigenen Körper vergiftest und nicht den der Person, die du hast oder die du vergiften wollen würdest.
00:27:21: Weil du trägst ja den Hass also so mit das Gift in dir und nicht die andere Person.
00:27:25: Du kannst das ja nicht rüber wenden und deswegen sollte man halt einfach nicht hassen.
00:27:30: Das ist nicht so leicht.
00:27:32: Ja, das ist ja auch so was, was man gerne in sich trägt und niemandem sagt, wie findest du die Gefühle, manchmal sind.
00:27:38: Aber ich finde, das ist eine tolle Zuschauerfrage, Zuschauerinnenfrage.
00:27:43: Was habt ihr A. für Geheimnisse, die ihr mit niemandem teilt?
00:27:49: Und
00:27:49: dann sollen sie sie mit uns teilen.
00:27:51: Nein, wir sagen das nicht mit Namen, ohne Namen, anonymisiert.
00:27:54: Und vielleicht auch, was habt ihr über Partner oder Partnerinnen herausgefunden?
00:27:58: Nach langer Zeit, was ein richtig großes Geheimnis war.
00:28:02: Oh nein, ich will jetzt nicht wissen, ich will eher so Sachen mit.
00:28:05: Nee, das gibt, das gibt Menschen,
00:28:08: die
00:28:09: keine dunkle Seite
00:28:10: haben.
00:28:10: Äh, nee, gibt's nicht.
00:28:12: Also, das wäre ja dann kurz von der Warnau.
00:28:14: Und ich glaube, das ist unwahrscheinlich.
00:28:16: Was
00:28:16: ist deine dunkle Seite?
00:28:17: Warte ganz kurz, ich will noch die E-Mail-Adresse sagen.
00:28:19: Das wäre e.m.l wie eistmacho.latte at podcastpeople.de Und damit würdet ihr uns eine große Freude machen, wenn ihr das einfach mal schreibt.
00:28:32: Was sind eure dunklen Geheimnisse?
00:28:35: oder was habt ihr rausgefunden?
00:28:36: So, meine dunkle Seite ist, ich hab find's eine Gedanke manchmal über Leute.
00:28:42: Und ich hab zwei Menschen auf diesem Planeten, die ich persönlich kenne, abgesehen von großen Politikern, wo ich mich freuen würde, wenn sie sich einfach auflösen würden.
00:28:51: Zu Staub.
00:28:52: In meiner Fantasie lösen sich die Leute, die ich quasi auf der Abschlussliste hab, auch einige Politiker darunter.
00:28:58: Also Abschlussliste im Übertragenssinn.
00:29:01: Keine Sorge.
00:29:02: Einfach in natürliche Bestandteile auf.
00:29:04: Also einer wird zu Erde, einer zu Wasser, einer zu Pflanzensamen, einer zu Luft.
00:29:10: Das find ich ganz toll.
00:29:11: Wenn ihr einfach so was Fruchtbares draus machen könnt aus diesem Ganzen.
00:29:15: verrotteten, fiesen Menschen geräuft.
00:29:18: Interessant.
00:29:19: Und
00:29:19: dann wird der Regenwald wieder schön grün und die Berge wieder schön bebäumt und so weiter.
00:29:25: Dann wird
00:29:25: was Sinnvolles draus gemacht, meinste.
00:29:27: Ja, genau.
00:29:28: Das wäre so eine fast eine Gottesfantasie, die ich hab.
00:29:32: Hattest du denn diese einmal so ein Erlebnis, von dem ich so Angst habe, dass du jahrelang dachtest, du kennst jemanden und dann kam auf einmal irgendeine Info raus, wo du dachtest, nee, das kann doch nicht sein.
00:29:43: Das hätte ich niemals von der Person gedacht.
00:29:45: Abgesehen davon, dass der Mann meiner Freundin sich als Homosexuell geoutet hat, was aber im Nachhinein total offensichtlich war, wir haben bloß nicht richtig hingeguckt oder hingehört, weil er schon eigentlich auch davon erzählt hat.
00:29:59: Nee, aber es gibt schon so Leute in der Medienwelt, die sich, haben wir mal drüber gesprochen, die sich so inszenieren, wo du dann weißt, okay, wenn ihr wusstet, was ich gesehen habe, dann würdet ihr die Person nicht so umjubeln, also das definitiv.
00:30:14: Aber sonst, nee, eigentlich, nee, nichts.
00:30:16: Ist bei dir irgendwas mal rausgeploppt?
00:30:18: Ja,
00:30:19: das war ... Es gab mal eine Person, mit der ich sehr eng zusammengearbeitet habe.
00:30:24: Und der ich auch sehr vertraut habe.
00:30:26: Und der war so lieb und problemelöser.
00:30:30: Und wirklich, ich hab den wirklich sehr geschätzt und alles Mögliche.
00:30:33: Und ich dachte wirklich, oh, das ist so ein feiner Kerl und so.
00:30:36: Und der war dann verlobt und so.
00:30:39: Und auf einmal hab ich erfahren, dass der den Abend davor, als wir alle zusammen waren, da irgendwie noch ein Technomechtlchen mit jemandem, den ich kannte, hatte.
00:30:49: Und ich wollte das nicht glauben.
00:30:50: Ich so, hä?
00:30:51: Ja?
00:30:52: Der ist doch so brav, der ist doch so anständig und es kann doch nicht sein.
00:30:56: und ... Nee, doch, es stimmte halt einfach.
00:30:59: Nach weiß, ich hab dann auch Nachrichten gesehen und so mit meinen eigenen Augen und ich dachte mir so ... Meine Welt ist zusammengebrochen.
00:31:05: Mein komplettes Bild war zerstört, weil ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass das nicht so einer ist.
00:31:09: Und auch so die Einzelheiten, wie das alles so abgelaufen ist, das hat mich wirklich schwer disillusioniert und nachhaltig geschädigt auf dieser Ebene, dass ich wirklich gesagt habe, okay, jetzt glaube ich wirklich gar nichts mehr.
00:31:20: Ja, das ist echt enttäuschend.
00:31:21: Das finde ich auch, weil das ist wie so ein... Fast persönlicher Betrug an einem.
00:31:26: Ja!
00:31:27: Und ich hab da mich versucht zu sagen, ich lieb den und schätz den.
00:31:31: Was der privat macht, soll mir ja egal sein, aber das hat mich so krass.
00:31:35: Ja, wirklich, das hat meine komplette Illusion gekillt.
00:31:37: Und ich dachte mir, krass, wenn ich mich da schon, also, ich will gar nicht wissen.
00:31:41: Und dann hörst du ja natürlich auch so von anderen Leuten, ach, wenn du wüsstest, das ist total normal, der und der macht das auch und so.
00:31:47: Und ich denk mir so, verdammt, den es gibt.
00:31:51: Man will an das Gute im Menschen glauben.
00:31:54: Ja,
00:31:55: das ist einfach so.
00:31:56: Das war crazy,
00:31:57: ja.
00:31:58: Auf lange, lange her.
00:31:59: Aber ja, so, das war meine Experience.
00:32:02: Und ich hoffe zwar auf meine Letzte.
00:32:04: Nee, schatzi.
00:32:05: Du bist noch so
00:32:06: jung,
00:32:07: da wird so vieles kommen.
00:32:10: Ja, also die Leute werden nicht besser.
00:32:12: Das ist leider auch durch Social Media so.
00:32:14: Stelle ich mal wieder fest, es macht den Leuten leichter.
00:32:18: schäbig zu sein.
00:32:19: Naja.
00:32:20: Ja,
00:32:20: oder auch so.
00:32:22: Bist du jahrelang mit jemandem zusammen und denkst, du kennst den und du kennst sein Frauentyp oder keine Ahnung was?
00:32:28: Und dann kommt irgendwie nach der Trennungssache raus und denkst,
00:32:31: hä?
00:32:32: Nee, das glaube ich jetzt nicht.
00:32:35: Du neben mir hast du dich immer lustig gemacht, genau diese Art von Frauen.
00:32:39: Und jetzt?
00:32:41: Ja.
00:32:41: Da kommen halt so Sachen und Informationen, wird dann dazu gespielt, dann denkst du,
00:32:46: so sind sie.
00:32:47: So sind sie die Leute.
00:32:49: In diesem Sinne, das finde ich auch ein tolles Zuschriftenthema.
00:32:53: Wie hat euch schon mal jemand richtig enttäuscht, indem er oder sie ihr wahres Gesicht gezeigt hat?
00:33:01: Ich glaube, was man da tun kann oder das Einzige, was man tun kann, ist tatsächlich diese Sachen nicht so persönlich nehmen.
00:33:09: Das ist natürlich deren Ding, aber man kann nicht verhindern, dass man ... Also vorsichtiger wird einfach im Umgang mit den Leuten.
00:33:17: Weil du dann wirklich irgendwann denkst, nee, ich lasse mich nicht voll entfallen.
00:33:23: Und das finde ich eigentlich super schade.
00:33:25: Wie du eingangs sagtest, man traut plötzlich weniger.
00:33:28: Und das ist der größte Schaden, der dabei entsteht.
00:33:31: Man muss sich eigentlich diesen kindlichen Glauben zurückholen, dass Menschen ... Im Grunde gut sind, was hier eigentlich auch sind.
00:33:41: Alles so ego-geltriebener Mist, den Sie machen.
00:33:44: Na ja.
00:33:44: War wieder mal sehr tiefsinnig, muss ich sagen.
00:33:47: Sehr schön.
00:33:47: Hat mir Spaß gemacht.
00:33:49: Super.
00:33:49: Mir auch.
00:33:50: Dieb wieder.
00:33:51: Ich freue mich auf eure Zuschriften.
00:33:53: Ich würde sagen, bleibt gesund, passt auf euch auf und schreibt uns fleißig.
00:33:57: Wir werden nächste Woche dann alles besprechen und vorlesen.
00:34:01: Gerne anonym.
00:34:02: Ja, na klar.
00:34:03: Vielen Dank fürs zuhören, ihr süßen, dickes Küsschen und habt eine schöne Woche.
00:34:06: Tschüss.
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