#36 Einfach mal die Klappe halten

Shownotes

Darf man Freunden seine Meinung sagen? Oder ist man verpflichtet, sich dicht unter der Oberfläche zu bewegen? Paula und Amira kommen da zu eigenen Schlüssen. Und was Rom und Zucker damit zu tun haben, erfahrt ihr in dieser Folge. Viel Spaß damit!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Sag mal, Paula, wir hatten doch letzte Woche Halloween.

00:00:02: Für mich ist das total weird, weil ich damit nicht aufgewachsen bin.

00:00:06: Und als deine Kinder noch kleiner waren.

00:00:08: Es

00:00:08: gibt hier so eine gated Community, da hab ich die vorne reingeschoben.

00:00:11: Und dann konnten die so im Zickzack langgehen und dann kamen sie am Ende wieder raus und dann sind wir wieder gefahren.

00:00:17: Das war eigentlich sehr praktisch.

00:00:19: Harche Leute gegend.

00:00:20: Kann ich jedem empfehlen, fahrt irgendwo hin, wo die Reichen wohnen.

00:00:24: Und da schickte eure Kinder rein.

00:00:25: Völlig anderes Erlebnis.

00:00:27: Hey, hier sind Amira Ali und Paula Lambert.

00:00:31: Und du hörst Eist Macho Latte.

00:00:34: Deine wöchentliche Dosis Liebe, Leben und Happiness.

00:00:37: Viel Spaß.

00:00:43: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Eist Macho Latte.

00:00:46: Zu spät zum Podcast.

00:00:49: Ich will immer weiter singen.

00:00:51: Ich bin heute

00:00:52: zu spät zum Podcast gekommen, weil ich noch auf das Hundetaxi.

00:00:55: warten musste.

00:00:56: Und bevor du fragst, was ist das Hundetaxi, sag ich dir, das ist ein Bus, der fährt durch die Gegend und sammelt Hunde ein, die das Hundetaxi gebucht haben und fährt sie dann in die Hundebetreuung, wo sie den ganzen Tag herumtollen.

00:01:09: Und dort werden die Hunde um vierzehn Uhr von meiner lieben Anna, der Hundetrainerin, abgeholt und verbringen da das Wochenende, weil ich meinen dreieinhalbtägigen Jahresurlaub antrete und nach Rom fliege.

00:01:21: Ich

00:01:21: liebe Rom.

00:01:22: Erst mal finde ich die Erfindung total genial.

00:01:25: Also das ist ja besser organisiert als mit meinen Kindern, weil die muss sich ja noch selber zur Schule bringen in den Kindergarten.

00:01:30: Da kommt kein Kindertag sie vorbei.

00:01:33: Dann bringt die dort hin.

00:01:35: Runde einsam.

00:01:35: Jetzt muss ja dann ein Bus sein, oder nicht?

00:01:37: Ja, es ist ein großer Van mit verschiedenen Boxen und verschiedenen Etagen.

00:01:41: Und da werden die alle reingepackt rein.

00:01:44: Okay, ich beneide dich wirklich um Rom, denn ich liebe Rom.

00:01:49: Ich wollte vor kurzem auch nach Rom fliegen.

00:01:51: Das wird also ein Liebestrip.

00:01:52: Habe ich das richtig verstanden?

00:01:54: Es wird ein Liebestrip, aber vor allem für meinen Partner, der eine große Liebe zu Restaurants hat.

00:02:01: und uns wirklich so derbe durchgetaktet hat.

00:02:03: Wir haben alle, also jeden Tag zwei Reservierungen und ich bin sicher, wie ich ihn kenne, passt da auch noch ein Snacky Snack im Nachmittag rein.

00:02:12: Also ich bin gespannt.

00:02:13: Ein

00:02:13: Snacky Snack.

00:02:14: Oh, ich, ich, ich, ich beneide euch wirklich, aber ich freue mich für dich, ich freue mich für euch.

00:02:19: Rom hat wirklich richtig tolle Restaurants, man kann so beiessen.

00:02:21: Die Atmosphäre ist genial.

00:02:23: Ich kann dir einen Tipp geben für eine richtig gute Pizza.

00:02:25: Schick ich dir dann.

00:02:26: Okay, danke.

00:02:27: Hör mal, ich wollte dich was fragen.

00:02:29: Ja.

00:02:29: Etwas, das mir sehr wichtig ist, weil ich finde, ja, unter Freunden, also ich habe Freunde, die habe ich schon richtig, richtig lange.

00:02:39: Wir reden hier von zwanzig, fünfzwanzig teilweise dreißig Jahren.

00:02:43: Und je älter ich werde, desto mehr finde ich, dass ... Man sich die Wahrheit sagen darf.

00:02:48: Zum Beispiel, wenn sich einer Scheiße benimmt oder völlig auf dem falschen Dampfer ist oder irgendwas nicht sieht, was für alle anderen völlig offensichtlich ist.

00:02:56: Wie siehst du das?

00:02:57: Oh Gott,

00:02:57: was kommt jetzt?

00:02:58: Ja, was willst du mir denn jetzt sagen?

00:03:00: Also, willst du mir gerade gleich sagen, dass ich mich scheiße unternehmen verben nehme, oder?

00:03:05: Kommt

00:03:08: jetzt!

00:03:09: Ich würde dich jetzt nicht als diese Art Freundin bezeichnen, weil wir uns ja im Wesentlichen über ein Podcast kennen.

00:03:14: Ich rede jetzt von richtig langjährigen Freunden.

00:03:17: Selbstverständlich.

00:03:18: Ich finde, das ist ein Muss.

00:03:20: Ich finde, das ist sehr, sehr wichtig, dass man das sich so sagen können sollte.

00:03:25: Und bei mir in meinem Freundeskreis ist das durchaus so der Fall.

00:03:29: So, folgendes Szenario.

00:03:31: Wir sind zu dritt unterwegs.

00:03:33: Einer von uns, Nordmi, sagen wir so, gestaltet sein Privatleben für alle anderen etwas unverständlich.

00:03:40: Ja, wir jetzt nicht ins Detail gehen, aber so, dass man denkt, hä?

00:03:44: Also A, wir sind nicht zwölf.

00:03:46: B, was ist das für eine Quatschtheorie?

00:03:48: Und C, seid ihr jetzt im Paar oder nicht?

00:03:50: So, wir anderen zwei, die das von außen sehen, haben das so ganz klar formuliert und gesagt, pass auf, das ist superweird von außen betrachtet.

00:04:00: Und dies, das sind unsere Gedanken dazu.

00:04:03: Soweit okay, oder?

00:04:04: Person drei geht maximal in die Verteidigung.

00:04:07: Was ich auch verstehe, natürlich, aus seiner Sicht, ist, das wertet er das als Angriff, obwohl es ja eigentlich liebevolles Aufmerksam machen ist.

00:04:15: Und während ich mich eher zurückhalte, wird mir vorgeworfen, ich hätte mit den Augen gerollt, was überhaupt nicht stimmt.

00:04:23: Ich hab an, ehrlich gesagt, in dem Moment was anderes gedacht und mir kurz übers Kinn gestriffen.

00:04:27: Und Person zwei fährt mit der Attacke weiter.

00:04:31: Resultat vom Lied.

00:04:33: Ich,

00:04:33: nur

00:04:33: ich, bin die absolute Böse.

00:04:35: Und ich finde aber ganz ehrlich, wenn man erwachsen ist, und ich wünsche mir das genauso bloß, weil manche meiner Freunde so duckmäuser sind, ich möchte trotzdem, dass wenn die was beobachten von außen, was ihnen merkwürdig ungesund wie auch immer vorkommt, dass die mir das sagen.

00:04:52: Und genauso möchte ich es auch mit meinen Freunden tun.

00:04:55: Wie siehst du das?

00:04:56: Also absolut, man will doch auch irgendwie, weil man sieht ja auch nicht immer ... sich selbst so richtig nüchtern, würde ich jetzt mal sagen.

00:05:04: Und deshalb ist es halt auch richtig und wichtig, dass man sich halt untereinander, wenn du im engsten Kreise halt einfach dich befindest, dir das durchaus so herznehmen kannst oder sollst, weil die Menschen... dir ja am nächsten stehen und es ja eigentlich nur gut mit einem meinen.

00:05:20: Also du bist jetzt die einzige Dove, nur weil du mit den Augen gerollt hast.

00:05:23: Wo hast du ja nicht getan hast?

00:05:24: Ich habe nicht mal, ich habe nicht mit den Augen gerollt.

00:05:26: Das ist schlimmer.

00:05:27: Nee, ich habe, vielleicht habe ich punktgenauer getroffen.

00:05:30: Das kann schon sein, dass ich das so quasi analysiert habe, dass es so mitten rein ging.

00:05:36: und er total getriggert war, aber ich finde das so a. und differenziert und b. ärgert es mich total, dass aus seiner Sicht so eine Unterhaltung unter Freunden eigentlich nicht geführt wird, weil man möchte ja den Frieden wahren und einfach eigentlich davon dann, dass der Umkehrschluss über gar nichts reden, was ein bisschen knackt und das finde ich richtig

00:05:56: doof.

00:05:57: Finde ich auch doof, aber habe ich auch schon solche Situationen gehabt und das ist irgendwann mal, denkst du dir halt dann auch okay.

00:06:03: Das ist ja für mich dann auch keine richtige Freundschaft, weil man sollte sich jetzt nicht immer nur Butter um ein Honigumsmaus schmieren, sondern auch einfach offen sein.

00:06:14: Klar, man will sowas ja nicht immer hören.

00:06:16: Ich will jetzt auch nicht immer, bin ich bereit für, hey, Amira, du bist gerade echt total schwer zu greifen oder keine Ahnung, war es nervig, du antwortest nicht.

00:06:25: Und ich denke mir, du sagst, ich hab

00:06:26: gar keinen Bock

00:06:27: auf die Leier jetzt gerade.

00:06:29: Ja, du bist ja nicht immer offen für sowas und es kommt immer auf die Situation drauf an, aber grundsätzlich sollte das schon so sein.

00:06:34: Ich hoffe, das erfängt sich wieder bei euch.

00:06:36: Ja, ja, ich meine, wir sind ja auch erwachsen.

00:06:39: Soll er jetzt schmollen, aber ich finde das grundsätzlich so ärgerlich.

00:06:42: Ja, da nicht so ein, also wirklich jetzt nicht nur diese Freundesgruppe betreffen, sondern so alle Erwachsenen da draußen, dass es da nicht ein Konsens gibt, dass man ernsthafte Dinge ernsthaft... besprechen kann und auch natürlich völlig unterschiedlicher Meinung dazu sein kann.

00:07:00: Aber wir reden darüber und es ist völlig okay, wenn der eine oder andere sich angepickt fühlt.

00:07:05: Ich kann damit total umgehen, wenn jemand was sagt und ich so mega getriggert bin.

00:07:09: Und ich wünsche mir das einfach so sehr, weil ich glaube, es macht einfach... Es ist vernünftiger.

00:07:16: Ja, so.

00:07:17: Aber jetzt mal, Hand aufs Herz, gibt es denn irgendetwas, wo du vielleicht dich immer sehr schnell angegriffen fühst, wenn jemand aus deinem Freundeskreis an ihrem Umfeld auf dich zukommt und dich irgendwie in einem gewissen Bereich darauf anspricht?

00:07:31: Gibt es da was?

00:07:32: oder sagst du, nee, bei dir gibt es das überhaupt nicht und du würdest nie mal so reagieren.

00:07:35: Ich

00:07:35: hab ja echt jedes Steinchen umgedreht.

00:07:38: Und ich weiß auch um meine Fehler.

00:07:40: Und ich weiß zum Beispiel auch so Sachen Kindererziehung oder Beziehungsführung und so, was ich falsch gemacht hab.

00:07:46: Und dass ich vieles falsch gemacht hab.

00:07:48: Aber ich hab daraus gelernt.

00:07:50: Und ich glaube, ich würde sofort sagen, pass auf, das ärgert mich jetzt total.

00:07:54: Aber du hast recht.

00:07:55: Das stimmt total.

00:07:57: Diese Obachtung ist absolut richtig.

00:07:59: Das hab ich richtig verkackt.

00:08:00: Und indem ich das mache, ist ja diese ganze Schwere, diese so Gott.

00:08:04: Ich bin nicht markelos, bla bla bla, sofort weg.

00:08:08: Und das müssen die Leute checken, finde ich, damit sie nicht mehr so Angst davor haben.

00:08:12: Man reagiert ja so, weil man Angst hat, entdeckt zu werden oder sich irgendwie ertappt fühlt.

00:08:16: und dann so geht alle, gehen alle Mauern hoch und die Fingernägel kommen raus und so weiter.

00:08:21: Aber das Gegenteil ist ja der Fall.

00:08:23: Und wie du am Anfang gesagt hast, unter Freunden sollte man ja davon ausgehen können, dass alle es gut meinen.

00:08:29: Miteinander.

00:08:30: Ja,

00:08:31: oder es macht sich halt genau dadurch dann bemerkbar.

00:08:33: Ich habe da schon mal so eine Freundin von mir, die hat mir neulich von der Situation erzählt, wo eine andere sehr, sehr enge Freundin sie immer wieder für ihr Lifestyle kritisiert hat, von dem sie aber auch länger mal profitiert hatte oder es auch immer noch getan hat zu dem Zeitpunkt, hat sie aber gleichzeitig für ihr Lifestyle irgendwie so ja kritisiert und das schlecht geredet.

00:08:53: und dann habe aber ich auch schon gesagt, ja, es liegt mir jetzt eher nach so ein bisschen Neid und ... Wie sich wahrscheinlich jetzt auch herausstellt, ist es das auch?

00:09:01: Und dann brechen auch gerne mal Freundschaften.

00:09:02: Also es meint nicht immer jemand alles gut mit dir.

00:09:06: Im Laufe der Jahre kann sich durchaus nochmal herausstellen, dass es dann vielleicht doch nicht so die wahre Freundschaft ist.

00:09:12: Das kommt dann manchmal in solchen schwierigen Themen dann halt mal zuvor scheinen.

00:09:15: In dem Fall kann ich wirklich mit... Wie sagt man mit Siegel, Buch und Siegel?

00:09:21: Keine Ahnung.

00:09:22: Sagen, dass das Brief von Siegel, danke, dass das echt safe ist.

00:09:28: Also, wir meinen es gut miteinander und darum ärgert es mich umso mehr, dass dann so komisch reagiert wird.

00:09:33: Ich habe jetzt gestern versucht anzurufen, ist nicht rangegangen, was ich auch nähe.

00:09:38: Ja, ich hab mich nur so drüber geärgert, weil das wirklich ein völlig unnötiger Konflikt ist, den man einfach ganz klar klären kann, weil, ähm, ja, dann sagt man du, ich fand das richtig doof, das hat mich total geärgert, dass du das gesagt hast.

00:09:51: Dann sag ich, versteh ich total, das und das ist mein Gedanke.

00:09:55: dahinter und fertig, weißt du?

00:09:57: Mhm, schon ist es aus.

00:09:58: Ja, es stimmt, hast du ja auch recht, aber ich, also ich, na ja, man war jetzt nicht dabei, aber ich find auch, als erwachsene Person und Unterfreund, dann kann man auch anders mit der Situation umgehen, dann scheinst du ja vielleicht, so wie du sagst, einen Nerv getroffen zu haben.

00:10:11: Also wenn du mich fragst, was bei mir so Themen sind, wo ich vielleicht jetzt nicht so die Lauscha aufsperre oder schnell zu Humber.

00:10:18: Also ich hasse es, wenn man mir in meine Erziehung reinfuscht oder redet, mich irgendwie belehren möchte.

00:10:23: Das mache ich gar nicht.

00:10:24: Und wenn man mich immer wieder dafür kritisiert, dass ich zu schwer erreichbar bin.

00:10:28: Warum?

00:10:29: Weil die meisten nicht verstehen, was für ein Erziehungsstil ist, die ich praktiziere.

00:10:34: Das verstehen die meisten gar nicht und das nervt mich.

00:10:37: Es wird mir ganz öfter mal gerne gesagt, dass ich zu viel durchgehen lasse und zu wenig konsequent bin, also zu inconsequent.

00:10:46: Und das finde ich halt eigentlich überhaupt nicht.

00:10:49: Weil ich bin zum Beispiel jemand, wenn mein Kind morgens sich nicht anziehen will oder irgendwie voll drüber ist und schreit.

00:10:57: keine Ahnung, vielleicht dann auch doofe Sachen sagt, dann sage ich jetzt nicht so, jetzt ab in dein Zimmer und jetzt denkst du mal zehn Minuten drüber nach, sondern dann, ich denke, okay, Moment, wir waren eine Woche unterwegs und es war so schön, die Woche mit den Kindern und es war so eine Quality Time, wir haben einfach den ganzen Tag mit einer Verbrach gekuschelt und alles mehr gemacht.

00:11:17: Und dann war so quasi der Übergabe morgen.

00:11:19: Und dann war mein Kleiner zum Beispiel voll drüber und wollte nichts machen und hat rumgeheult und geschrien und alles war doof und wurde auch richtig gemeint.

00:11:27: Bis ich gecheckt habe, hat gerade einfach Schwierigkeiten von mir wegzugehen.

00:11:30: So.

00:11:31: Und dann mache ich halt, anstatt dass ich ihn für seine Gefühle äußert, die er noch nicht so gut äußern kann, also erklären kann, bestrafe bin ich halt diejenige, die sich hinsetzt, wenn ich die Nerven habe dazu.

00:11:42: und halt versuche zu verstehen, warum reagiert der gerade so und gehe einfach auf dieses Bedürfnis ein.

00:11:47: Und aus anderer Sicht, die sich nicht mit solchen Themen beschäftigen, haben halt nur null Planer von meiner Meinung nach und haben auch gar keinen Recht, damit zu reden, weil sie überhaupt gar nicht sich die Mühe machen zu verstehen, wie ich da, wie ich denke.

00:12:02: Aber darüber kann man doch total diskutieren.

00:12:04: Also nehmen wir an, jemand sagt, oh, Amira, ey, jetzt zieh dem doch einfach den Mantel an und los geht's.

00:12:09: Da könnte man ja dann sagen, ja, pass auf.

00:12:11: Für den ist das immer super schwierig, der ist noch klein.

00:12:14: Der muss jetzt quasi die ganze Lebenssituation verändern.

00:12:20: Es hat zwar gewohnt, aber trotzdem.

00:12:22: Darum lasse ich dem jetzt die Zeit ja braucht.

00:12:24: Und das finde ich.

00:12:25: maximal nachvollziehbar.

00:12:27: Ich finde sowieso, gerade, da haben wir ja schon mal drüber gesprochen, wenn Leute, die so aufgewachsen sind wie wir, die neigen ja bei ihren Kindern dazu, sich zu wünschen, es anders zu machen und dann gehen sie vielleicht ein bisschen in die Überkompensation.

00:12:40: Das habe ich auch gemacht.

00:12:41: Ist das super?

00:12:42: Nö.

00:12:43: Aber es ist so, ne?

00:12:44: Wir versuchen alle unser Bestes.

00:12:46: Und wenn dann jemand sagt, boah, ey, du gibst den viel zu viel, dann kann ich sagen, du, ich weiß, Es wäre sicher besser, wenn die so noch strukturierter und vielleicht so ein bisschen weniger großzügig, dass die so ein bisschen, keine Ahnung, was auch immer die Leute so machen mit ihren Kindern, da so ein Mangel entsteht und so ein Drive, das ist alles total richtig.

00:13:07: Also so ein Drive haben die gar nicht, weil die leben halt wie die Maden im Speck, sagen wir ehrlich.

00:13:12: Genau das Gegenteil von dem, was ich mache, ist auch zu viel in die eine Richtung.

00:13:16: Aber ich konnt's nicht anders.

00:13:18: Dann kann man aber sagen, also ich kann das nicht.

00:13:22: Ich weiß, in meiner Fantasie würde ich gerne zum Beispiel bei Hausaufgaben viel strenger sein, bla, bla, bla, aber es geht einfach nicht, weil.

00:13:29: Und dann hat man eine erwachsene Unterhaltung auf Augenhöhe, in der keiner verletzt wird, jeder so seine Sichtweise verbreiten darf und alles ist gut.

00:13:37: Weißt du, das finde ich einen totalen Unterschied.

00:13:40: So rum zu kämpfen und zu sagen, nee, das stimmt alles überhaupt nicht.

00:13:43: So ein Quatsch.

00:13:44: Und ich finde, man lernt ja durch den Input anderer Leute auch sich selbst nochmal neu zu beobachten.

00:13:51: Ja, genau.

00:13:51: So wie du sagst, man lernt schon und ich habe dann auch manchmal.

00:13:55: gucke ich dann bewusst drauf, okay, wie gehe ich jetzt gerade damit um.

00:13:57: Aber ich mag es halt auch nicht von Leuten, gerade die dir vielleicht auch gar kein Kind haben.

00:14:01: So, also da denke ich mir halt auch, du hast, du fühlst das ja anders, du siehst das vielleicht ein bisschen klarer, aber du fühlst das auch ein bisschen weniger klar, beziehungsweise weniger mit Herz und Verstand.

00:14:11: weil du dann diese Situation gar nicht nachempfinden kannst.

00:14:14: Ich bin zum Beispiel ein ganz, ganz großes Problem und natürlich, das ist wahrscheinlich wieder die Überkompensation.

00:14:18: In meiner Kindheit gab es so viele unnötige Regeln, die ich überhaupt nicht verstanden habe, die für mich überhaupt gar keinen Sinn ergeben haben.

00:14:24: Wie zum Beispiel, keine Ahnung, bis neunzehn Uhr duschen durfte nur bis neunzehn Uhr duschen.

00:14:27: Warum?

00:14:28: Ich habe gar keine Ahnung.

00:14:29: Warum, wenn ich bis zehn Uhr wach bleiben darf, warum darf ich nur bis neunzehn Uhr duschen?

00:14:33: Für mich gab es nichts Schlimmeres als Kind, als diese Scheißregeln nicht zu verstehen.

00:14:38: Und wenn ich gefragt habe, warum, Gab's keine logische Erklärung, sondern nur, ich mach die Regeln, du bist hier, du wohnst hier, du bist das Kind, keine Ahnung, ich bin erwachsen.

00:14:46: Das war für mich keine logische Erklärung dafür.

00:14:48: Und das ist bei mir ganz, ganz schlimm, wenn ich dann also den Tag mit den Kindern zum Beispiel, die wollen bestimmt das Auto mit am Tisch haben, Spielzeug.

00:14:55: Okay, warum soll er das nicht mit am Tisch haben dürfen?

00:14:57: So hier jemand anders würde sagen, keine Spielsagen am Tisch.

00:14:59: Oder die rennen dann rum oder erholt sich dann noch mal kurz während des Essen steht halt auf.

00:15:03: Ja, was soll ich denn machen?

00:15:04: Ich kann noch mein Kind nicht festschneiden am Tisch oder am Stuhl.

00:15:07: Ich kann halt nur sagen, ey, ist total doof.

00:15:09: und ihr jetzt, dass du hier aufstehst und rumrennt, aber was soll ich denn machen?

00:15:12: Wir hätten Wenteufe tun, den da jetzt irgendwie aufstehen und wieder hinsetzen, habe ich gar keinen Bock drauf.

00:15:17: Aber jeder von uns erinnert sich an diese ätzenden Situationen, wo man wie so ein Sack am Tisch sitzen musste, weil die Erwachsenen gesagt haben, wir essen noch.

00:15:27: So ein Schwachsinn, so ein Blödsinn, lass doch Kinder sich bewegen.

00:15:31: Das ist das, was sie wollen.

00:15:32: Ja, ja.

00:15:32: Was ist denn die Kernbotschaft, die du deinem Kind damit beibringen willst?

00:15:35: Ist es Respekt?

00:15:36: Ist es dann direkt Respekt los, nur weil es nicht wartet, bis du aufgegessen hast?

00:15:40: Kinder können nachweislich nicht so lange stehe sitzen, schon gar nicht Jungs.

00:15:44: Jungs haben viel stärkeren Bewegungsdrang auch noch.

00:15:47: Also ich sehe im Urlaub immer wieder am Nebentisch im Restaurant.

00:15:50: Mädchen sitzen, die lesen Bücher im It-Fünf.

00:15:53: Und meine Jungs bringen rein herum, ne?

00:15:56: Und ich kann kleine Kinder einfach nicht am Tisch festbinden.

00:15:59: Und ich werde es auch nicht tun.

00:16:00: Für mich erschließt sich der kein Grund dafür.

00:16:03: So, und das verstehen halt einfach die Menschen und denken einfach, lass mich doch einfach in Ruhe.

00:16:06: Lass es mich doch einfach so machen, wie ich möchte.

00:16:09: Wenn du Kinder hast, dann machst du das so.

00:16:11: Oder wenn du ein einfaches Kind hast, ist es doch schön, wenn dein Sitzen bleibt, meinst du es nicht.

00:16:14: Im Restaurant finde ich noch mal einen Unterschied, weil da nervt es mich auch, wenn irgendwelche Kinder dazwischen rumasen, aber in Hotels oder so, da gibt es eigentlich auch immer ein Spielzimmer.

00:16:24: Aber auch da finde ich das super schwierig zu time, so dass für die Kinder auch nicht maximal ätzend ist.

00:16:29: Ich will auch meine Ruhe.

00:16:31: Die sollen dann lieber ins Spielzimmer gehen und rumklettern oder was auch immer es da gibt.

00:16:35: Ja, ich finde halt, wenn man eine gewisse emotionale... Reife erreicht hat, ist die Auseinandersetzung und zwar auch die Tiefe unerlässlich.

00:16:44: Ich finde das absolut, also ich habe das wieder gemerkt nach diesem Abend.

00:16:48: Für mich ist das so so wichtig, dass es möglich ist und dass auch jemand sagen kann, ich bin gerade total genervt von dir und nicht so schmollig, dass irgendwie mit sich nach Hause nimmt und dann nicht ans Telefon geht, wenn ich nochmal drüber reden will.

00:17:01: Das finde ich richtig behemmat, muss ich sagen.

00:17:03: Ja, finde ich jetzt auch nicht wirklich reif.

00:17:06: Dann sagt der andere Kumpel, der nicht der Böse ist, warum auch immer, der hat viel härter rumgewütet da.

00:17:11: Ja, ruft doch morgen an und entschuldige dich.

00:17:14: Wofür?

00:17:14: Wir haben uns normal unterhalten, ich entschuldige mich nicht.

00:17:17: Ich wollte noch mal darüber reden, was hier für eine merkwürdige Art der Kommunikation geherrscht hat und was ihm sicher sauer aufgestoßen ist und dass meine Intention nicht ... ist ihn zu verletzen, sondern das zu praktizieren, was ich mir von ihm wünsche, nämlich ein vernünftiges, erwachsenes Feedback.

00:17:35: So, auf Dinge über die wir reden.

00:17:36: Mal schauen.

00:17:37: Mal schauen, was dabei rauskommt.

00:17:39: Aber ist auf jeden Fall ein sehr guter Punkt.

00:17:41: Das ist auch schön, dass wir darüber gesprochen haben.

00:17:43: Ich weiß gar nicht, ich hab das, glaub ich, schon mehr erzählt.

00:17:45: Auch so einen Moment mit einer Freundin.

00:17:46: Mit einer sehr, sehr engen Freundin vor, ich glaub, einem Jahr, anderthalb.

00:17:50: Die war wirklich kurzer vor, die Freundschaft mit mir zu beenden, bzw.

00:17:53: sie hat halt einfach mit mir klipp und klar gesagt, hey, ich hab irgendwie nicht ... Gefühl, dass wir noch diesen engen Draht haben, du meldest dich halt kaum.

00:18:00: Ich weiß nichts über dein Leben, du weißt nichts über mein Leben.

00:18:03: Es ist total fein, sie möchte es nur einmal geklärt haben, weil sie findet es auch nicht schlimm, weil dann würde sie halt einfach die Freundschaft auf die Ebene zurückschrauben, die sie dann halt einfach ist.

00:18:11: Sie würde sich natürlich anders wünschen und so.

00:18:13: Und dann habe ich echt mal nachgedacht, wow, ja klar.

00:18:16: Das waren die Signale, die ich gesendet habe.

00:18:18: Und ich fand das irgendwie total cool, dass ich so direkt angesprochen wurde.

00:18:21: Natürlich, man fühlt sich in den ersten Moment ein bisschen angegriffen, aber ich habe total verstanden und mir hat es auch total wehgetan, dass ich diesen Eindruck hatte.

00:18:28: Da habe ich lange gesprochen und seitdem ist alles wieder gut.

00:18:31: Also, das ist halt einfach wichtig.

00:18:33: Man sollte sich schon auch öffnen können, gerade in so einer engen Freundschaft.

00:18:37: Und wenn es halt wichtig ist.

00:18:38: Und ja, das ist jetzt nochmal was anderes.

00:18:40: Du hast halt einfach noch mal ein Tipp gegeben.

00:18:42: Aber ja, gut.

00:18:43: Dann ... drücke ich dir die Daumen, lass dich das widerlegen.

00:18:48: Also du musst, da kann ich Daumen drücken, weil das ist völlig okay so, das wird sich schon normal entwickeln.

00:18:54: Aber ich finde das Thema an sich so, darüber müsste man eigentlich mal mit seinen Erwachsenen, Freunden häufiger sprechen.

00:19:00: Erwachsene Freunden wären mal keine Kinderfreunde, aber das ist schon, also nochmal Betonung auf Erwachsenen.

00:19:06: Emotional reif, weil das, was deine Freundin mit dir gemacht hat, ist natürlich auch total vernünftig.

00:19:12: Und es ist ja so, je älter wir werden, je busier wir werden und so weiter, desto weniger.

00:19:16: Zeit ist auch für sowas.

00:19:17: Natürlich kannst du nicht mehr jeden Abend in der Bar rumhängen, ist doch ganz klar.

00:19:22: Natürlich, ich habe manche Abende auch, wo ich wirklich gar keinen Bock habe mit irgendwem noch zu telefonieren.

00:19:27: Und die Gespräche werden einfach seltener und seltener.

00:19:30: Oder das ist so.

00:19:31: Ja, ja, ich weiß noch ganz genau, was sie da gesagt hat.

00:19:34: Sie hat halt gesagt, ja, sie versteht es halt nicht, wenn man halt einfach, man könnte immer zum Handy greifen und irgendwie mal während kochen oder wenn ich wäsche, war schon eine Sprachnachricht aufnehmen.

00:19:43: Einfach mal ein bisschen was erzählen oder fragen.

00:19:45: Und dass sie das zum Beispiel so macht.

00:19:47: Und ich dachte mir in dem Moment, ja, ihr macht ja jeder anders, so wie du sagst.

00:19:50: Also ich bin halt, ich bin halt wirklich jemand.

00:19:52: Ich genieße diese ruhigen Momente, gerade weil das Handy einen ganzen Tag klingelt und immer ist irgendetwas.

00:19:58: Und das ist auch immer ein Unterschied.

00:20:00: Ganz viele Freundinnen sagen halt immer, ja, aber du hast ja gepostet.

00:20:02: Wenn du posten kannst, dann kannst du ja auch irgendwie mal anrufen.

00:20:04: Also das ist für mich trotzdem noch ein bisschen ein Job.

00:20:06: Du musst ja immer irgendwie was online posten, damit Algorithmus bleibt, was auch immer.

00:20:10: Das ist ja auch nochmal kein privates Vergnügen, was ich da mache.

00:20:14: Aber ich fand es super cool und habe da auch ein bisschen an mir gearbeitet.

00:20:19: Und ich glaube, ein bisschen habe ich mich schon gebessert und schon stolz

00:20:22: auf mich.

00:20:23: Ja, ist natürlich die Frage der Aufmerksamkeit.

00:20:25: Aber es ist auch nicht immer eine Frage der Zuneigung.

00:20:28: Das verstehen die Leute manchmal auch falsch.

00:20:30: Also ich bin, ich habe zum Beispiel, ich hatte dieses, diese Woche habe ich jede Abend eine Veranstaltung.

00:20:35: Das ist für meinen Sozialakku einfach ein Albtraum.

00:20:39: Ich kann das überhaupt nicht.

00:20:40: Ich saß da gestern zwischen vierzig, fünfzig, sechzig, keine Ahnung, wie viele Leute.

00:20:44: Das war bei so einem Seated Dinner.

00:20:46: Also es war so laut und nach der Vorspeise habe ich gesagt, ihr zuckersüßen Schnecken nehmt sich persönlich, aber einem auch.

00:20:52: Ja, weil ich gemerkt habe, ich kann das überhaupt nicht mehr aufnehmen.

00:20:56: Und ich kann auch gar keine vernünftige Unterhaltung mehr führen über und schönes Wetter.

00:21:01: Also, dass das Maximum, was noch aus mir rauskommt.

00:21:04: Ich glaube, das ist für vielleicht Außenstehende, die so einen wirklich regelmäßigen Ablauf haben, total schwer nachzuvollziehen, dass man einfach leer gepumpt ist.

00:21:14: Von diesen scheinbar vergnüglichen Sachen.

00:21:16: Ja, genau.

00:21:17: Für mich ist es schon mal sehr, was bei mir ganz schlimm ist, auch an so einem Tag.

00:21:20: Ich komme ja gerade von einem Kampagnen-Shoot.

00:21:22: Er hat mittlerweile die neue internationale Kampagne geschulte drei Tage, aber ich war vier Tage dort.

00:21:28: Es geht dann um sechs Uhr morgens los, du sitzt dann in der Maske, währenddessen ist schon, du bist ja da schon nicht alleine, dann kommen Leute, dann besprichst du dann noch mit Klamotten hier, Styling, dann fährst du zum Set, dann wird gedreht, du hast keine richtige, du hast keinen richtigen Rückzugsort, selbst jede kleine... Freie Minute wird dann genutzt, um Socials zu drehen oder was auch immer.

00:21:45: Und am Abend essen noch alle zusammen und dann sitzt du da noch mal.

00:21:48: Es ist halt permanent unterhalten, es ist reden, es ist gut und es macht mehr.

00:21:52: Wir sehen den viel Spaß, weil es ist halt wirklich ein cooles Arbeitsklima und tolle Leute und es ist so schön.

00:21:58: Aber du merkst halt wirklich am Ende des Tages, Boah, bin ich froh, wenn ich gleich einfach nichts sprechen muss.

00:22:04: Wenn ich einfach nur im Bett lege, am Handy dumm rumdattle und nichts mehr erzählen muss oder nichts mehr fragen, weißt du, das ist dann schon, wie du sagst, die soziale Batterie ist dann wirklich leer.

00:22:16: Und das war so ein paar Tage am Stück mit der körperlichen Ansprechstrengung und so das Ganze, das ist dann wirklich schon macht sich bemerkbar.

00:22:22: Ja.

00:22:23: Absolut.

00:22:23: Social Battery.

00:22:24: Social Battery.

00:22:25: Ja.

00:22:25: Aber tatsächlich, da muss ihr eine Sache sagen, ich habe wirklich wenige so, so enge Freundinnen, wo ich wirklich sage, wenn die bei mir sind, kostet mich das.

00:22:32: keine Energie.

00:22:33: Also quasi in Form von ich muss jetzt entertainen, ich muss irgendwie Gespräche führen.

00:22:38: Wirklich zwei Freundinnen, glaube ich, die sitzen bei mir auf der Couch oder ich bei denen zu Hause und es ist nicht dieses, okay, jetzt muss ich da sein oder so.

00:22:46: Das ist wirklich sehr, sehr, sehr selten.

00:22:48: Und das ist ein wahres Geschenk, solche Freunde zu haben.

00:22:51: Ein wahres Geschenk.

00:22:53: Ja, ja, genau.

00:22:54: Also Leute, die einem keine Energie absaugen, weil es einfach so ein, ja, weil es so weiß nicht.

00:23:01: Ist halt so.

00:23:02: Fertig.

00:23:02: Fertig.

00:23:03: Ich wollte noch, das habe ich letztes Mal total vergessen, uns hat Wenke geschrieben.

00:23:07: Wenke war die, die bei der Kartenlegerin war, die dann alles vorausgesagt hat, mit dem Mann.

00:23:13: Das ist der richtige Mann und so weiter.

00:23:15: Und Wenke grüßt die gesamte Community und sagt, der Mann, um den es damals ging, der war nicht bei der Kartenlegerin.

00:23:22: Das ist natürlich schade, weil dessen Geschichte sehr interessant gewesen.

00:23:25: Aber sie findet noch mal raus, wo diese Kartenlegerin ist, beziehungsweise wie man die kontaktieren kann und ob sie überhaupt noch lebt.

00:23:32: Und wenn wir die herausfinden, werden wir es natürlich mit euch teilen.

00:23:35: Sehr

00:23:35: gut, genau das machen wir.

00:23:37: Danke, Wenke.

00:23:37: Unsere Community grüßt dich ganz lieb zurück, bin ich mir sicher.

00:23:41: Ich habe noch eine Frage bezüglich deines Urlaubs.

00:23:44: Also du bist ja mit deinem Partner unterwegs und ich kenne das ja.

00:23:49: Ist es denn bei euch, wenn ihr unterwegs seid im Urlaub?

00:23:52: Seid ihr total unterschiedliche Urlaubstype?

00:23:55: oder ist das eher so, ihr seid ja komplett eine Symbiose und ihr macht von morgens bis abends alles genauso wie es da andere möchte?

00:24:02: oder ist es eher so, nee wir sind eigentlich komplett unterschiedlicher Freisen?

00:24:06: Du nimmst du Blast schon.

00:24:07: Nee, ich finde das eine ganz relevante Frage, weil gerade so Urlaubs und das betrifft ja nicht nur Partnerschaft, sondern auch Freundschaften.

00:24:15: Zusammen in Urlaub fahren funktioniert meiner Meinung nach nur, wenn du absolut gleich tickst.

00:24:20: Ja, steile These.

00:24:21: Also es funktioniert auch anders, aber dann macht halt jeder so was für sich.

00:24:25: Dann kann man immer noch die Location teilen quasi.

00:24:27: Aber ich finde am besten, also die besten Urlaube für mich sind immer mit Menschen, die genau gleich ticken wie ich.

00:24:34: Das ist bei ihm der Fall.

00:24:36: außer dass er ein bisschen viele Restaurants gebucht hat, weil es ist einfach, wir sind busy mit Essen, was aber in Romach okay ist.

00:24:44: Und das ist mit meinen Freunden Andi und Christoph so, liebe Grüße, gehen raus.

00:24:49: Wir waren allerdings nicht so oft in Urlaub, aber dieses eine Mal in London, so sollte es sein, es hat einfach gegroovt.

00:24:58: Und das ist toll.

00:24:59: Was ich gar nicht mag beim Urlaub, sind Leute, die so Zeitseeing-Gewaltmärche machen.

00:25:05: Das kann ich nicht.

00:25:06: Das ist

00:25:07: für mich auch kein Urlaub.

00:25:08: Also so Sightseeing Marathon.

00:25:10: Das ist mal ganz cool, aber ich bin grundsätzlich jetzt auch kein... Ich bin ein bisschen faul im Urlaub.

00:25:16: Ich hab echt gar keinen Bock irgendwie durch Straßen und jetzt muss ich das noch anschauen.

00:25:20: Oder diese Reisegruppen.

00:25:22: Oha!

00:25:23: Gott!

00:25:24: Furchtbar mit dem Headset.

00:25:26: Das hab ich aber im Kolosseum gemacht.

00:25:28: Furchtbar.

00:25:29: Ja, zumal ich hab irgendwie auch nicht das Gefühl, also ... nennt mir einen Sightseeingort von den Klassikern.

00:25:38: Kolosseum, keine Ahnung, Pantheon, was auch immer.

00:25:41: Wo du danach denkst, ey, das werde ich für immer in meinem Herzen tragen.

00:25:46: Hab ich noch nie gehabt, tut mir leid.

00:25:47: Ah,

00:25:48: ich hab da schon etwas, was mich so, also nicht im Herzen tragen, sondern was mich wirklich krass beeindruckt hat.

00:25:53: Das wirklich für den Rest meines Lebens.

00:25:57: Und zwar in Jerusalem.

00:25:58: Das war wirklich crazy.

00:26:00: Was ist da, da graben die ja?

00:26:03: Und finden da noch mal eine komplette Stadt gerade, die sind dabei.

00:26:07: Und da war ein Weg und da war ich schwanger und ich habe eine Panikattacke drin gekriegt, weil das ist so ein richtig schmaler Gang.

00:26:13: Die haben so ein Tunnel ausgegraben und die haben aber schon so eine Zeichnung, Archäologen haben schon eine Zeichnung irgendwie fertiggestellt, was die vermuten, was da unter der Erde sich befindet.

00:26:23: Und zwar war das dieser Weg zur Beedstelle, wie auch immer, und der ist glaube ich, keine Ahnung, zweihundert Meter lang?

00:26:32: bisschen da durchgelaufen.

00:26:33: Ich bin der Rand.

00:26:35: Das war für mich als Klaus, also wirklich das war absoluter Horror.

00:26:38: Ich hab da noch ein Foto, wie ich da drin stecke.

00:26:40: Das ist wirklich ganz enger Tunnel gewesen.

00:26:42: Und da war so das erste Mal, ich dachte, ich bin ja wirklich nicht religiös.

00:26:45: Ich sage auch immer, wer weiß denn, dass das wirklich so stimmt.

00:26:48: Das hat ja irgendjemand mal so geschrieben.

00:26:51: So.

00:26:51: Und da hatte ich das erste Mal vor Ort das Gefühl, vielleicht gab's den Jesus ja wirklich.

00:26:59: Ich glaube schon, dass es den gab.

00:27:01: Bestimmt.

00:27:01: Das war irgendeiner, der gesagt hat, pass auf, wie wär's, wenn wir uns nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen würden, sondern einfach mal ein bisschen nett zusammen sind und Wein trinken dabei.

00:27:11: Ja, Prösterchen.

00:27:13: Ja, guck mal, sieht aus wie Wasser, ist aber Wein.

00:27:16: Ja, überraschend.

00:27:17: Wahrscheinlich

00:27:17: war das das erste Mal, dass sie Weißwein getrunken haben und dachten, das ist doch Wasser.

00:27:21: und er hat gesagt, nein, nein, nein.

00:27:23: Ja, oder

00:27:23: vielleicht ist es Wein.

00:27:24: War das der erste Ehrlichbrother?

00:27:25: Ich weiß es nicht.

00:27:27: Es kann ja auch sein.

00:27:28: So, who knows?

00:27:30: Und das ist ja immer, du weißt ja, stille Post.

00:27:32: Das ist ja wie stille Post, was eigentlich passiert ist und was daraus gemacht wurde.

00:27:36: So, in Rikijewes hat es wirklich auf den Punkt gebracht damals.

00:27:40: Also in irgendeinem Interview sagt er, wenn alle ... Alle Bibel und alle Religionssachen irgendwie verbrannt werden.

00:27:47: Keiner besitzt mir irgendetwas und in zwei Hundert Jahren schreibt jemand es einfach neu, wäre es eine komplett neue Geschichte, weil es keinen Proof dafür gibt.

00:27:58: Aber wenn alle wissenschaftlichen Bücher, alle Studienstatistiken alles verbrannt wird und in hundert Jahren, wenn die gleichen Sachen ausgegraben und neue Statistiken und Studien gemacht werden, kommen dieselben Ergebnisse heraus, denn das ist faktenbasiert.

00:28:12: Und das ist halt der Unterschied zwischen der Bibel und der Religion und eben dem.

00:28:16: Und er sagt auch, das ist auch ein lustiger Punkt.

00:28:18: Es gibt ja Hindus, es gibt Moslems, es gibt Christen und alles Mögliche.

00:28:21: Jeder sagt, das ist die richtige Religion.

00:28:24: Und was für ein Glück doch jeder hat, dass er zufällig in der richtigen Religion im Land der richtigen Religion geboren wurde.

00:28:31: So, und das sagt ja eigentlich schon alles.

00:28:33: Ich frag mich, ob, wenn die Zivilisation mal zusammenbricht und dann wieder aufgebaut wird, ob es das Beamtentum dann auch noch geben wird.

00:28:40: Das Beamtentum?

00:28:41: Ich hab nämlich... Ich habe meinen neuen Führerschein beantragt.

00:28:45: Wie ich festgestellt habe, ist das schon im Januar abgelaufen.

00:28:47: Also ich habe noch so ein Rosa-Papier-Ding.

00:28:51: Und man musste das eintauschen.

00:28:53: Ich habe das natürlich völlig verpennt.

00:28:55: Und dann habe ich einen Termin gemacht, der hat natürlich zehn Tausend Jahre gedauert, bis ich ihn bekommen habe.

00:29:00: Dann bin ich dahin geduckelt, dann musste ich ein Foto machen.

00:29:03: Aber dieser Foto-Apparat nimmt nur Münzen.

00:29:06: Zehn Euro in Münzen.

00:29:08: Wer hat denn so was noch dabei?

00:29:10: Ich natürlich nicht.

00:29:11: Also hab ich in allen Büros geklopft, ob jemand mir das wechseln kann.

00:29:14: Dann hab ich Fotos gemacht.

00:29:16: Und dann sitzt da eine Beamte, die sah wirklich aus, wie eine Statistin aus einem Film, der in den Siebzigerjahren spielt.

00:29:23: So ein weirdes Muster auf der Bluse und so kleine kurze Locken, wie man das damals so hatte.

00:29:29: So hochgedrehte Locken.

00:29:30: Wirklich, die hat geredet, ich dachte, ich bin in den Zeitloch gefallen.

00:29:34: Die war ganz jung, die war jünger als ich.

00:29:36: Weißt du, wie lange der neue Führerschein in Berlin dauert?

00:29:40: Bis man in acht Wochen.

00:29:42: Zwölf Wochen.

00:29:43: Selbst mein ukrainisches Pflegekind hier.

00:29:46: Selbst da kann man alle Ausweise einfach online beantragen und dann werden die dir zugeschickt.

00:29:51: Macht möglicherweise auch die Tür auf für gewisse Schiebereien.

00:29:55: Aber egal.

00:29:56: So ein Führerschein.

00:29:57: Zwölf Wochen.

00:29:59: Zwei Wochen brauchen die dafür, um zu sagen, okay, wir drucken das, was da steht, jetzt auf eine Plastikkarte.

00:30:04: Aber ganz gemächtlich.

00:30:05: Aber gibt's keinen Expressführerschein?

00:30:07: Es gibt doch immer so Greifen, die ja noch mal, weil dann geht's ja plötzlich doch schneller, wenn du so ein bisschen mehr bezahlst.

00:30:12: Oder wird das gar nicht beim Führerschein angeboten?

00:30:14: Nee, wurde mir überhaupt nicht angeboten.

00:30:16: Ich muss uns einfach warten.

00:30:17: Aber es ist nicht schlimm, dass ich keinen gültigen Führerschein hab, weil ich hab den Führerschein grundsätzlich und wenn jetzt ein sehr eifriger Polizist zu mir kommt, kostet es zehn Euro.

00:30:25: Okay, das

00:30:26: kann man ja verschmerzen, aber Janu ist auch schon lange Zeit, muss man sagen.

00:30:29: Bis

00:30:30: vor ein paar Monate.

00:30:31: Ja,

00:30:31: ich finde auch.

00:30:33: Also, wenn man mal bedenkt, dass man inzwischen ganze Gliedmaßen am drei D-Drucker neu machen kann innerhalb von einer Stunde oder was weiß ich, wie lange das dauert, finde ich das schon prächtig.

00:30:43: Nachdem ich mit Münzen für meinen Foto bezahlt hab, dieses Foto, übrigens, ich zeig's dir mal kurz.

00:30:48: So guck ich da.

00:30:49: Super, ist auch

00:30:50: völlig entgeistert.

00:30:52: Nachdem ich gerade tausendmal klick, klick.

00:30:54: die Münzen da reingestopft haben.

00:30:56: Ein Marktschott.

00:30:56: Wahnsinn.

00:30:57: Also das Beamtentum ist für mich ein absolutes Phänomen.

00:31:00: Es ist wirklich das unlogischste, am schlechtesten laufendste Malwerk der Zivilisation.

00:31:08: Aber am ehrlichsten sein glaube ich, dass Kaidas erledigen wird.

00:31:11: Ja, also... Wohin mit den ganzen Beamten?

00:31:13: Gibt es denn

00:31:14: junge Beamte?

00:31:14: Oder ist das eh ein Beruf, der den keiner mehr erlernt und das so am Aussterben ist?

00:31:19: Wortwörtlich.

00:31:20: Ich sagte ja, diese Frau, die sah aus wie aus den Siebzigern, aber die war maximal dreiundvierzig.

00:31:25: Vielleicht jünger sogar.

00:31:26: Wir hätten nur

00:31:27: so eine Zigarette-Dografie so seitlich.

00:31:29: Ja.

00:31:29: Und so eine große Brille.

00:31:31: Nee, da sitzt auch ein Typ, der ist von oben bis unten tätowiert mit Tunnels und so.

00:31:35: Der muss auch neu im Gewerbe sein.

00:31:36: Der sieht noch nicht so abgeschliffen aus.

00:31:38: Aber ich glaube wirklich, dass Kai

00:31:39: das ersetzen wird.

00:31:40: Also frag mich auch, warum das so lange gedauert hat.

00:31:42: Das sollte alles eigentlich schon um den Gehen.

00:31:44: Wird sicher in den nächsten zehn Jahren so sein, wird sicher so

00:31:47: sein.

00:31:47: Also ich kann nur aus Berlin berichten, hier muss man das noch persönlich machen.

00:31:52: Und dann muss man warten.

00:31:54: Sag mal, Paula.

00:31:55: Wir hatten doch letzte Woche Halloween, feierst du Halloween oder hast du gefeiert?

00:31:59: Was glaubst du?

00:32:00: Ja natürlich, ich hab dich schon gesehen hier mit dem Trick or Treaten hier in deiner Nachbarschaft.

00:32:04: Verkleidet als... Peggy Bundy oder so.

00:32:07: Für

00:32:07: mich kommt, ist es total weird, weil ich damit nicht aufgewachsen bin.

00:32:12: Das ist plötzlich so aufgeploppt und ich verstehe das gar nicht.

00:32:15: Ich bin ja aus In Bonn aufgewachsen.

00:32:16: Zum Karneval haben wir uns verkleidet und es reicht ja auch.

00:32:19: Also so gerne verkleide ich mich einfach nicht.

00:32:21: Ja

00:32:22: und da ist deine Kinder noch kleiner waren?

00:32:23: Es

00:32:23: gibt hier so eine gated community.

00:32:25: in Mitte, da hab ich die vorne reingeschoben und dann konnten die so im Zickzack langgehen und dann kamen sie am Ende wieder raus und dann sind wir wieder gefahren.

00:32:34: Das war eigentlich sehr praktisch.

00:32:35: So reingeschoben?

00:32:36: Ja, das sind so wie so große Reinhäuser, Townhäuser, sag ich mal heute.

00:32:40: Und dann konntest du einfach wirklich, entweder bist auf der einen Seite lang und auf der anderen zurück oder bist du im Zickzack gegangen und die Leute haben natürlich totalen Leistungsdruck gehabt, die haben sich richtig überboten gegenseitig mit so... Skeletten und Verkleidung und Schnickschnack und irgendwelchen Zeug, das man da kriegt.

00:32:57: Also, da gab es auch nicht so schnöde Bombons.

00:33:00: Die hatten Riegel und alles.

00:33:01: Richtige Riegel.

00:33:02: Reiche Leute gingen.

00:33:03: Kann ich jedem empfehlen?

00:33:05: Fahrt irgendwo hin, wo die Reichen wohnen und da schickte eure Kinder rein.

00:33:08: Für euch ein anderes Erlebnis.

00:33:09: Wir hatten das große Glück dieses Jahr.

00:33:11: Was heißt großes Glück?

00:33:12: Meine Kinder waren ja nicht da, die waren in Mexiko, weil es dort diesen Dia de los Muertos gibt, diesen toten Tag.

00:33:20: Genau, da sind die geflogen.

00:33:21: Das heißt, ich war das erste Mal, seitdem ich die Kinder habe, an Halloween alleine und natürlich brauche ich dann auch niemanden, der da klingelt und mir noch meine Süßigkeiten wegfuddert.

00:33:28: Und das Geile war, meine Auffahrt, die ist aber noch nicht fertig.

00:33:31: Ich warte ja, also hab... zu dem Zeitpunkt auf meinen Schiebetor gewartet.

00:33:35: Was aber mein großes Problem ist, da mein Grundstück nicht komplett abgedichtet ist, kannst du halt bis vor meiner Raustüre laufen und die besteht aus achtzig Prozent aus Glas.

00:33:45: Ich habe eine Gasfront.

00:33:46: Das heißt, jeder kann mir reingaffen.

00:33:48: Das heißt, du kannst dich auch nicht verstecken, wenn jemand klingelt.

00:33:51: Nein.

00:33:51: Also wir haben eine Klingel auf so einem Holzpfeil posten.

00:33:55: Vorne an der Einfahrt, wo später das Dorchengang zu einfach in die Erde reingesteckt.

00:33:59: Wenn ein Kabelbinder befestigt, dass wenigstens irgendjemand mich erreichen kann.

00:34:02: du klingeln kannst.

00:34:02: Nur das Ding findet nicht jeder.

00:34:06: Deswegen war es so herrlich ruhig an Halloween, aber wir haben ein bisschen meinheitlich dekoriert Christian und ich und durch diese Glaswand haben wir natürlich gesehen.

00:34:13: und auf einmal sagt Christian, guck mal, da kommen ein paar Kinder und ich so.

00:34:17: und hab so richtig

00:34:17: so geflucht,

00:34:18: ne?

00:34:19: Und die haben das gesehen.

00:34:20: und dann wollten die so, ah nee, alles

00:34:21: gut, dann gehen wir weiter.

00:34:23: Und die so, oh nee, Entschuldigung, nein, nicht wegen euch, alles gut.

00:34:26: Und dann hab ich denen alle meine Süßigkeiten gegeben und das waren auch die einzigen Kids, die geklingelt haben.

00:34:30: Ich muss sagen, sind ganz, ganz tolle Kinder hier in der Nachbarschaft.

00:34:33: Und das war meine einzige Halloween-Situation.

00:34:36: Den Rest hab ich, Gott sei Dank hat wirklich kein anderer die Klingeln gefunden, die armen.

00:34:40: Scheiße, schon wieder Kinder.

00:34:42: Ich so, oh nee, nicht jetzt.

00:34:44: So irgendwie so hab ich so gemacht.

00:34:45: haben das anscheinend an meiner G-Sicht so ein bisschen erkannt, dann mache ich die Tür auf.

00:34:49: Nee, ist okay, nee, sonst gehen wir wieder.

00:34:51: Ich so, nein, ma, sorry, nicht wegen euch.

00:34:54: War jetzt ein bisschen stressig und so und dann haben die sich sehr gefreut.

00:34:57: Ich habe denen die Säcke sowas von voll gemacht.

00:34:59: Das waren, glaube ich, mindestens zehn Kinder, ganz süß.

00:35:01: Also ältere schon.

00:35:02: Ja.

00:35:02: Ich

00:35:02: werde, wenn ich aus dem Urlaub komme, übrigens einen Zuckernzug machen.

00:35:06: Die Talk?

00:35:06: Habe ich mich entschieden.

00:35:07: Ja.

00:35:08: Wie lange?

00:35:08: Was dein Ziel?

00:35:09: Also zehn Tage dauert es, bis es aus dem System raus ist, glaube ich, habe ich gelesen.

00:35:14: Na ja, wir wollen jetzt mal nicht übertreiben.

00:35:16: Aber ich will nur einmal wissen, wie es ist und vielleicht kann ich ja dann damit weitermachen.

00:35:21: Aber also durchhalten auf alle Fälle minimum zwei Wochen.

00:35:25: Das ist für mich schon schwer.

00:35:26: Okay.

00:35:27: zwei Wochen und wie genau sieht das da bei dir aus?

00:35:30: Du verbanst alle Süßigkeiten, die jetzt da sind, die wirfst du dann weg?

00:35:34: Genau.

00:35:34: Oder ist du die jetzt noch schnell auf?

00:35:35: Oder was ist der Plan?

00:35:36: Ich

00:35:36: esse alles noch mal auf.

00:35:37: Gottes erinnert mich daran, dass ich das erste Mal mit einem Binge-Eater in Kontakt gekommen bin.

00:35:42: Das war der Freund einer Bekannten und der sagte dann morgens in der WG am Frühstückstisch, ich habe alles aufgegessen und alle so ... Und er hatte wirklich alles aufgegessen.

00:35:53: Alles, was es gab.

00:35:54: Dosen, Packungen und so weiter.

00:35:57: Jedenfalls nicht.

00:35:58: Also ich verbanne alles, was Zucker hat, auch Tiefkühlprodukte und so.

00:36:02: Da muss man wirklich aufpassen wie so ein Lüxchen.

00:36:04: Dann werde ich ... Einfach auf Cold-Turkey gehen.

00:36:08: Ein Zuck.

00:36:08: Genau.

00:36:09: Und dann natürlich auch kein Obst.

00:36:10: Das muss da leider die ersten Wochen mit rein, finde ich.

00:36:14: Das ist nicht so ein Jippa-Kriege.

00:36:16: Mein großes Laster sind ja Limonaden.

00:36:18: Ich liebe Limonade.

00:36:19: Da gibt

00:36:19: es so gut, da gibt es ja wirklich schon gute Alternativen.

00:36:22: Ja, ich mag aber nicht das Künstliche.

00:36:24: Das schmeckt mir nicht so.

00:36:26: Also vielleicht, wenn ihr irgendwas wisst, was richtig gut schmeckt, aber so bei den gängigen Großprodukten schmecke ich das zu sehr raus.

00:36:33: Jedenfalls, das habe ich vor.

00:36:35: Und dann bin ich so gespannt, wie sich mein Körper verwandelt.

00:36:38: Weil ich hab neulich, weil ich so gestresst, hab ich so viel Zucker.

00:36:41: gegessen, dass die Ärztin, bei der ich am nächsten Morgen war, mich angerufen hat und gesagt hat, Frau Lambert, Sie sind Diabetikerin.

00:36:48: Und dann hat sie irgendein Wert nachgestellt, als ich gesagt habe, nee, ich habe gestern einfach richtig viel Zucker gefuttert.

00:36:54: Und dann war es okay, Gott sei Dank, aber da dachte ich auch, alles klar, ich sollte mal aufpassen.

00:36:59: Aber warum machst du das?

00:37:01: Möchtest du abnehmen oder möchtest du einfach gesünder oder fühlst dich besser fühlen?

00:37:05: Ja, ich will mich besser fühlen.

00:37:07: Ich kriege nämlich immer so ein Zuckercrash nach dem Essen und dann könnte ich einfach ändern.

00:37:11: Sofort.

00:37:11: Und ich glaube, dass ich so richtig Richtung Insulin-Resistenzwandle gerade, und es muss mal aufhören.

00:37:18: Darum.

00:37:18: Ich berichte auf jeden Fall.

00:37:19: Ich finde das

00:37:19: mega.

00:37:20: Falls ich

00:37:20: dich anschnauze, weißt du, woran es liegt.

00:37:23: Ja, ich habe das nämlich auch einmal gemacht.

00:37:25: Dreiunddreißig Tage.

00:37:26: Kein Zucker, keine sehr reifen Früchte.

00:37:28: Das war wirklich die ersten sechs Tage eine absolute Challenge.

00:37:32: Und seitdem fühle ich mich immer noch heute noch geheilt, weil ich einfach nicht mehr diese Sucht nach Zucker habe.

00:37:37: Und ich hatte die jetzt nie so wirklich, weil ich bin noch recht gesund groß geworden und so.

00:37:41: Also mit einem gesunden Maß an Süßigkeiten.

00:37:44: Es war nicht komplett verboten.

00:37:45: Es war aber auch nicht in über dem Maß.

00:37:47: in Massen dann da.

00:37:48: Das hat wahrscheinlich auch sehr viel damit zu tun, aber es hat so gut getan.

00:37:52: Es war wie ein Reset-Button.

00:37:53: Deswegen, ich wünsche das jedem, weil das dein Leben verändert.

00:37:56: Das ist dein Energies anders, deine Haut ist anders, dein Körper wird anders sein.

00:38:00: Natürlich sollte man das dann auch ein bisschen länger machen, beziehungsweise nach den vierzehn Tagen vielleicht schaust du, dass du es dann einmal die Woche machst, so ein Cheat-Day oder ein Cheat-Meal.

00:38:07: Das ist zum Beispiel das, was ich mache, einfach einmal die Woche, denke ich mir so, jetzt habe ich echt gerade Lust und so intuitiver Essen.

00:38:13: in Dosen damit oben zu gehen.

00:38:15: Aber ich bin schon so gespannt, was zu berichten wird.

00:38:18: Ich glaube an dich, du schaffst es.

00:38:21: In diesem Sinne werde ich mich jetzt zum Kofferpacken verabschieden.

00:38:26: Viel Spaß genießt es und viel Spaß beim Vollfruttern und Fressen.

00:38:31: Danke schön.

00:38:32: Und wir hören uns nächste Woche wieder, wenn es heißt... Tschüss!

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